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MOOCs – It’s all about learning

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Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich für Bibliotheken durch Massive Open Online Courses (MOOCs)?

Zuerst eine kurze Klärung der Begriffe: MOOCs sind offene und kostenlose Online-Kurse zu unterschiedlichen Themen und Wissenschaftsgebieten, die in xMOOCs und cMOOCs unterschieden werden. Wurden die  MOOCs anfangs noch ausschließlich an Universitäten angeboten (die Standford University stellte 2011 ein erstes Angebot ins Netz), werden die Online-Kurse mittlerweile auch für die bibliothekarische Aus- und Fortbildung und  öffentliche Bibliotheken entwickelt.

Wendy Newman von der University of  Toronto stellte unter dem Motto „We are all immigrants in a new time“ das Angebot ihrer Hochschule vor: Library Advocacy Unshushed.

Über die Chancen, MOOCs in öffentlichen Bibliotheken anzubieten, sprach John Szabo von der Los Angeles Public Library. Die größte öffentliche Bibliothek der USA bietet mittlerweile über 900 Kurse zu gesundheitlichen Themen, zur ökonomischen Bildung (financial literacy) und zur beruflichen Weiterbildung an.

Über die Möglichkeiten für Online-Kurse in Lateinamerika sprach Loida Garcia Febo von der Organisation Information New Wave. Vorteile der MOOCs sind, dass die Kurse auch Menschen in ländlichen Gebieten und hier vor allem Frauen erreichen, ein Nachteil, dass viele Kurse in Sprachen angeboten werden, die für diese Menschen nicht zugänglich sind. Da das Angebot von MOOCs sehr neu ist, gibt es noch wenig Erfahrungen mit TeilnehmerInnen, die nicht an selbständiges Lernen gewöhnt sind.

Einig waren sich alle ReferentInnen, dass es viel Arbeitszeit kostet, MOOCs zu entwickeln, dass sie selbst aber auch als erfahrene BibliothekarInnen und DozentInnen noch viel dabei gelernt haben. Nicht alle TeilnehmerInnen beenden die Kurse und erhalten Zertifikate, aber in allen evaluierten Projekten waren es etwa 75 % der TeilnehmerInnen, die nach eigener Meinung erfolgreich waren.

Die Zombie Slides von Jan Holmquist von der Guldborgsund Librarires Nykobing in Dänemark sorgten dann noch für einen gelungenen und lustigen Abschluss der Session. Er stellte die Open-Education-Initiative 23mobilthings vor, die an der dänischen Bibliothek mitentwickelt wurde. Das ist kein MOOC, aber doch eine Kurs, der zum eigenständigen Lernen des Bibliothekspersonals wichtige Impulse gegeben hat. Denn alle Rednerinnen und Redner waren sich einig: für BibliothekarInnen und Informationseinrichtungen, für uns alle – es geht darum, immer offen zu sein – „It’s all about learning“.

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