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Kongress-Splitter

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Als Newcomerin habe ich mir einen internationalen Bibliothekskongress immer als sehr ernsthafte Veranstaltung vorgestellt. Das stimmt nur zum Teil: Montag und Dienstag war Poster Session!

Für die Postersession wurden in einem langen Gang zwei Meter hohe Stellwände aufgestellt, um über 200 Poster zu unterschiedlichen bibliothekarischen Themen zu präsentieren. Diese Plakate hängen still vor sich hin, bis Mittags die Session beginnt. Was dann passiert, ist am ehesten mit einem marrokanischen Suq vergleichbar: die VerfasserInnen der Poster versuchen, Interessenten zu ihrer Wand zu lotsen und für ihr Thema zu interessieren. Daraus ergeben sich sehr lebhafte und interessante Kontakte und Diskussionen.

Hier einige Beispiele, die Innovationen für öffentliche Bibliotheken betreffen:

  • Aalborg Bibliotekerne: Die KollegInnen von den öffentlichen Bibliotheken in Aalborg haben Methoden aus dem Tourismus und Einzelhandel übernommen, um ihre Kundenfreundlichkeit zu verbessern. Die BibliotheksmitarbeiterInnen arbeiten nicht ‚unsichtbar‘, sie gehen aktiv auf ihre KundInnen zu und fragen nach ihren Wünschen. Hilfreich dabei ist, dass die MitarbeiterInnen an ihren grünen Shirts leicht erkennbar sind.
  • Ljubljana City Library: Bibliothekarin Lilijana Pahor leitet seit 17 Jahren das Projekt „Job to the People“. In diesem Projekt werden arbeitslose Menschen individuell betreut und geschult. Laut Aussage von Frau Pahor haben bis heute 25.000 Menschen an diesem Programm teilgenommen, etwa 75 Prozent der TeilnehmerInnen konnten nach diesen Programmen wieder ins Arbeitsleben zurückkehren.
  • Bibliotheksschule Gent: Dozentin Eva Simon hält keine Vorlesungen, ihre StudentInnen organisieren im Abstand von zwei Jahren einen ‚bibliothek web award‘ . Diese Auszeichnung, die in 10 Kategorien vergeben wird, erhalten Bibliotheken, die digitale Medien innovativ einsetzen. Zugelassen sind alle Arten von Bibliotheken (nicht nur öBs), abstimmen können BibliothekarInnen, KundInnen und die StudentInnen.  Ein Projekt das Spaß macht und in Belgien große Aufmerksamkeit erfährt.

Es hat großen Spaß gemacht, diese Gespräche zu führen. Danke an alle, die mir so bereitwillig Auskunft über ihre Projekte gegeben haben!

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