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Verbesserungstipps für die IFLA. Ein Poster der Fachhochschule Köln

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Unter dem Titel „IFLA-Services for students and young professionals – recommendations for improvement“ setzte sich Haike Meinhard von der Fachhochschule Köln mit der Frage auseinander, welche Möglichkeiten die IFLA Studierenden und BerufseinsteigerInnen bietet, und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. In der Posterausstellung des IFLA Kongresses stellt sie ihre Verbesserungsvorschläge vor.

 Ein großes Manko sieht sie in fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten für Studierende und BerufseinsteigerInnen, um am IFLA Kongress teilzunehmen. Von deutscher Seite gibt es zwar eine Reihe von Stipendien wie:

Aber nicht alle davon sind für BerufseinsteigerInnen geeignet und einige erfordern einen hohen Vorbereitungsaufwand bei der Bewerbung. Dafür fehlt Studierenden mit vollgepackten Stundenplänen und Nebenjobs oft die Zeit. Deshalb wünscht sich Meinhard mehr Stipendien und weniger aufwändige Bewerbungsverfahren. Außerdem empfiehlt sie der IFLA, die Kongressteilnahmegebühr für Studierende zu senken. Mit Frühbucherrabatt kostet diese derzeit 225 €, für viele Studierende ein zu stolzer Preis.  

Der New Professionals Special Interest Group der IFLA empfiehlt Meinhard, ihr Profil zu schärfen und interessierten Neulingen klarer zu vermitteln, warum es sich lohnt, Mitglied der Gruppe zu werden. Verbesserungsvorschläge gibt es auch für die IFLA-Webseite: Beispielsweise sind Richtlinien und Best Practice-Beispiele der unterschiedlichen IFLA-Sektionen nicht gebündelt an einer Stelle zu finden. Das wären laut Meinhard interessante Materialien für Studierenden, wäre sie nur leichter aufzufinden.

Ein tolles Angebot für BerufseinsteigerInnen wäre auch eine weltweite Praktikumsbörse auf der IFLA-Webseite. Praktika im Ausland sind oft nicht leicht zu organisieren, insbesondere weil in manchen Ländern das deutsche Konzept Praktikum gar nicht bekannt ist. Eine Börse mit Angeboten für Praktika, Nebenjobs, Hilfskraftstellen etc. aus Bibliotheken weltweit würde es Studierenden leichter machen, ein passendes Angebot für ihr Curriculum oder ihre Interessen zu finden, auch wenn es letztlich vielleicht nicht „Praktikum“ heißt. Und schließlich empfiehlt Meinhard der IFLA, es BerufseinsteigerInnen leichter zu machen, sich innerhalb des Verbandes zu engagieren. Es gibt sicher vielfältige Optionen, um sich in einen derart großen und vielseitigen Verband wie die IFLA einzubringen, aber oft ist für Außenstehende und Neulinge nur schwer erkennbar, in welchen Gruppen, Sektionen oder für welche Projekte aktuell MitstreiterInnen gesucht werden. Studierende wünschen sich außerdem mehr Möglichkeiten für ein zeitlich begrenztes Engagement, beispielsweise auf Projektbasis, da es ihre Lebenssituation oft nicht anbietet, eine verbindliche Mitarbeit für mehrere Jahre zuzusagen.

Meinhards Verbesserungsvorschläge zeigen, dass die IFLA ein attraktiver und spannender Verband für Studierende und BerufseinsteigerInnen ist – und vielleicht sogar ganz besonders für diese Zielgruppe –, aber auch, dass es ihnen nicht immer leicht gemacht wird, an den Aktivitäten der IFLA teilzunehmen oder von diesen zu profitieren.

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