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Privatsphäre und Bibliotheken

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Die Wahrung der Privatsphäre ist ein Menschenrecht und in jeder Gesellschaft verankert. Sie ist in allen bibliothekarischen Verhaltenskodices, auch im IFLA „Code of Ethics“ als wichtiger Wert benannt. Es geht dabei um den Respekt der persönliche Privatsphäre und persönlicher Daten, um Vertraulichkeit und um Transparenz bei der Datennutzung. Im digitalen Zeitalter ist die Privatsphäre jedoch in Gefahr. In der gemeinsam von FAIFE und CLM organisierten Session „The Ethics of Access: Exploring Copyright, Licensing and Privacy in the Digital Environment“ führten Martyn Wade (CILIP, UK) und Dr. Louise Clarke (Loughborough University, UK) dies in ihren beiden Vorträgen weiter aus und gingen dabei vor allen der Frage nach, was das für Bibliotheksmitarbeitende bedeutet.

Im Projekt MAIPLE wurde in einem Zeitraum von zwei Jahren der Umgang mit dem Internetzugang in Öffentlichen Bibliotheken untersucht. Das Ziel war, herauszufinden, welche Methoden in Öffentlichen Bbiotheken eingesetzt werden, um den Zugang zum Internet zu regulieren und ihre Auswirkungen und ihren Nutzen zu bewerten.  Viele Bibliotheksmitarbeitende haben sich dabei für eine besondere Beobachtung der Bibliotheksnutzer am Terminal ausgesprochen, auch wenn damit die Privatsphäre dieser Nutzer verletzt wurde. Dies sollte im allgemeinen dazu dienen, zu verhindern, dass illegale oder unangemessene Seiten aufgerufen werden. Hier wird es immer darum gehen müssen, eine angemessene Balance zu finden.

Andere wichtige Fragen sind in diesem Zusammenhang der Umgang mit persönlichen Nutzerdaten in Bibliotheken, die Frage, wer Zugang zu den Ausleihdaten hat, die Nutzung von Zugangsdaten, die Beantwortung von Anfragen von offiziellen Stellen, aber auch notwendige Mitarbeiterschulungen. Die American Library Association hat Anfang diesen Monats  dazu „Library Privacy Guidelines for E-Book Lending and Digital Content Vendors“ veröffentlicht.

Nach Cooke sollten Bibliotheken immer bewerten, welche etwagigen Auswirkungen neue Maßnahmen auf die Wahrung der Privatsphäre ihrer Nutzer haben. Bibliotheksmitarbeitende spielen ihrer Meinung nach bei der Wahrung der Privatsphäre eine besondere Rolle und sollten nicht aufhören, wachsam und sensibel zu bleiben.

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