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Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International

IFLA WLIC 2016, 16.August;Session des FAIFE-Kommittees (Freedom of Access to Information and freedom of expression): Who’s in Control ?

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In dieser Session geht es um die zunehmend wichtige Frage der Privatheit von Nutzerdaten. Also: Datenschutz.

1.David Greene von der Electronic Frontier Foundation (EFF) stellt in seinem Beitrag “Hacking, tracking and other threats to Internet privacy” ein paar (neuere) Gefahren vor, die augf un sim Internet lauern: Malware, Sextortion (Externe Übernahme von Computer- und Smartphonekameras), Malware (auch von Regierungen) Die Frage ist hier: Wie verwundbar sind die Geräte für Hacking und wi everwundbar müssen sie sein ? Der Fall einer Aufforderung des FBI gegen Apple, ein bisher unhackbares Geräte verwundbar zu machen, ist ein plakatives Beispiel. In den USA gibt es den Prozess der ‚vulnerability equity‘: Wie weit soll die Hackbarkeit durch Sicherheitsbehörden gehen ? Greene fordert besseren Rechtsschutz gegen Hacking und Sicherheitslücken.

Das Thema “Third Party tracking”, d.h. der Installation von Cookies und anderer Werkzeuge, die die gesamte Nutzerhistorie verfolgen, ist nicht genügend reguliert. Sogar Kreditkartenzahlungen, die nicht direct über Internetdienste laufen, können durch Weitergabe der Kaufdaten durch die Kreditinstitute in die Datensätze eingehen: So entsteht ein zunehmend vollständiges Personenprofil, das (nicht nur) für Werbezwecke genutzt wird. Auch Regierungsbehörden können sich draufsatteln.

2. James LaRue, Office for Intellectual Freedom, American Library Association, setzt sich für mehr Datensparsamkeit in Bibliotheken ein! Welche Daten brauchen die Bibliotheken wirklich ? Jede Datenabgabe sollte opt-in sein statt Opt – Out (Kommentar: Das ist innerhalb der EU sowieso gesetzlicher Standard). Aus La Rue sieht die Gefahr des 3rd Person – tracking. Unternehmen, die mit userdaten umgehen und verhalten analysieren, sollten auf Datenschutz verpflichtet werde, damit die Daten nicht weitergegeben werden. Das scheint in den USA wegen der Verhandlungsmacht der großen Bibliotheks-Supplier wirklich ein Problem zu sein) Auch in den usa gibt es jetzt (freiwillig) Datenschutzbeauftragte (‚chief privacy officers‘), zB an der NYPL. Weitere Informationen: http://www.ala.org/Template.cfm?Section=ifissues&Template=/ContentManagement/ContentDisplay.cfm&ContentID=25304

3. Fred von Lohmann, Google; update on the right to be forgotten

Von Lohmann betont, dass Webseiten oder (Online-) Zeitungsartikel aufgrund des vom EuGH geforderten RTBF nicht gelöscht werden sondern nur das finden dieses Artikels wird: Die Ressource taucht bei der Suche nach einem bestimmten Namen unter den Voraussetzungen des RTBF nicht in der Ergebnisliste auf. Das gilt nur, wenn die Suche von EU-Domains (wiegoogle.de oder google.it) oder von der EU aus (auch auf anderen Domains) abgefragt wird. Die Entfernungs-Quote (durch Google) auf Anfragen beträgt ca. 50 %, 17 % der betroffenen Seiten waren solche von (online-) Zeitungen.  Unter den Top-Seiten sind Facebook, youtube und Google plus.

4. Alison Macrina vom Library Freedom Project fordert mehr Aktionen zu library privacy, sie macht Vorschläge, wie Bibliotheken besser über überwachung informieren können. Sie könnten z.B. zu den Themen encryption informieren, Datenschutz-Anwälte Techniker einladen oder Schulungen zur Nutzung des Tor-Browsers anbieten.

5. Polly Twistletwaite von der NY City University macht sich in ihren Beitrag “Why Keep ILL Data ? ”darüber Gedanken, wieso Fernleihdaten der Nutzer dauerhaft gespeichert werden müssen und wie in den USA deren Löschung erfolgen kann: Sie werden nämlich, soweit das System genutzt wird, von ILLiad (OCLC) aufbewahrt. Sie warnt davor, dass Regierungsbehörden, auch die örtliche Polizei, nach den Daten der Entleiher bzw. Nutzer bestimmter Bücher fragen. Sie hat dazu reale Beispiele parat.

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