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Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International

IFLA WLIC Columbus, 18.August, President-Elect-Session: Librarians, the gears of the motors of change

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Allgemeine Beschreibung der Session: Fast zum Schluss noch einmal ein Appell, die Herausforderungen der digitalen Welt anzunehmen und sich auch mit außerbibliothekarischen Fragen des Informationsbusiness auseinanderzusetzen.

Gerald Leitner zeigt als Denkanstoß ein Werbefilmchen von Kindle Unlimited, das für nur 10 US$ den Zugriff auf 150.000 E-Book Titel erlaubt (in den USA). Wir müssen uns also erstmals kommerzieller Konkurrenz annehmen. Die Autor dieses Beitrags meint dazu: ÖB´s sind davon stark betroffen, gerade in den Ländern mit den großen Weltsprachen. Aber auch sie bieten weit mehr als nur Medienzugang. Es wird wohl nur immer schwieriger, das auch den Trägern und Geldgebern zu erklären. WB´s werden von Amazon- und Apple-Flatrates wohl erstmal nicht so sehr betroffen sein, weil das für die Flatrate-Betreiber wohl zu teuer würde. Preise für private Leser wären zu hoch, um Bibliotheken Konkurrenz zu machen. Mittelfristig wird auch die Open-Access-Bewegung die Bibliotheken gegenüber den kommerziellen Lese-Clouds stärken.

Ngian Lek Choh, Vizechefin der Nationalbibliothek von Singapur, ruft uns auf, ohne Angst vor Fehlern voranzuschreiten. Bibliothekare sind “Change agents” für die Gesellschaft, die den Entwicklungen nicht nur hinterher laufen, sondern sie selbst gestalten sollten. Kommentar des Autors dieses Beitrags: Da, wo Frau Choh über Verhaltensanalysen von Lesern spricht, wird mir Angst und Bange. Gerade Singapur ist bekannt für seine autokratische Demokratie. Ob hier Individualrechte wie der Datenschutz eine große Rolle spielt, bezweifle ich (ich kann natürlich mit meinem Unbehagen auch falsch liegen). Sicher anonymisierte Nutzungsevaluationen sind okay, aber für Recommender-Systeme wird man personalisieren müssen. Das heht m.E. zu weit. Bibliothekenn können und sollten ein (letztes ?) Refugium des Rückzugs vor Tracking der Internetplattformen und Regierungsbehörden sein. Bedenken habe ich auch bei der automatisierten Ausleihe von Print-Büchern mittels Smartphone – App. Die Nachverfolgung durch die App-Plattform-Betreiber wird hier wohl kaum sicher ausgeschlossen werden können.

 

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