BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International

Globale und lokale Visionen

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Jetzt bin ich in der Konferenzblase ! Von morgens bis abends nur Bibliothekare um mich herum, zum Glück aber nicht nur mit Altbekannten. Z.B. bei der Global Vision-Diskussion im Worldcafe-Format (die wieder mit einem get.connected-Werbeagenturvideo, das zu Facebook  passen würde, eingeleitet wird) sitze ich mit bisher unbekannten Kolleginnen aus Ghana, Zimbabwe, USA  und Norwegen zusammen. So ein Austausch ist etwas, was die Einzigartigkeit der IFLA-Arbeit ausmacht: Globaler Erfahrungsaustausch. Interessant zu erfahren, welche unterschiedlichen Bibliothekars-Prioritäten bei den Global Vision-Workshops auf verschiedenen Kontinenten genannt worden waren.Nordamerika: Community Engagement; Europa: Equal access to information; Afrika: Kooperation der Bibliotheken mit Partnerinstitutionen.

Die etwas gekünstelte Diskussion in der Urheberrechts-Sitzung am Nachmittag zu Vor- und Nachteile von „fair use“-regimes und  Katalog-Ausnahmeregeln ist lahm, zumal alle vier Teilnehmer auf dem Podium aus fair use-Ländern kommen und das auch eigentlich gut finden. Die Harmonie auf dem Podium spiegelt sich nicht im differenzierteren Voting der Zuschauer durch Handaufheben wieder. Glücklicherweise ist der Main Court mit seinen 3000 Plätzen nur zu einem Zehntel gefüllt, so dass nicht so viele meine Müde Performance zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger mitbekommen.

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Mal was zum lachen !

Am Abend komme ich endlich einmal dazu, durch die Backstreets Wroclaws zu spazieren. Ich liebe Wanderungen durch Osteuropäische Großstadte abseits des Zentrums. Die Straßen haben so etwas Vertrautes. Strahlen Bodenständigkeit aus, haben kreative Sprenkel. Die vergangene Schönheit kaum sanierter Altbauten hat eine tiefe Ästhetik. Die Vergangenheit ist spürbarer als in den mittlerweile durchrenovierten Straßen Berlins. Das fördert Sentimentalität und Erinnerung, obwohl ich doch noch nie hier war. Die Zeit scheint ein kleines bisschen konserviert zu sein. Vertraute Fremde. Ich gehe jetzt aber nicht in einer ziemlich leeren Eckkneipen, sondern dann doch in ein Bistro, in dem die Leute jünger und hipper sind als ich.

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Hier wie überall: Interessant ist das Leben vor allem abseits der Marktplätze

 

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