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Zum ersten Mal beim WLIC: ein European Caucus (und ich als „First Timer“)

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Meine erste besuchte Veranstaltung auf dem WLIC 2018 als „First Timer“ war zugleich auch ein Novum, das es, zumindest für Europa in dieser Form noch nicht gab: der European Caucus, also ein Treffen aller europäischen Delegierten. Für die Kontinente Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika ist dieses Format hingegen schon länger selbstverständlich und so wies IFLA-Präsidentin Glòria Pérez-Salmerón in ihrem Grußwort gleich auf die Tatsache hin, dass sich Europas Delegierte nun ausgerechnet fernab der Heimat in Asien erstmals gemeinsam in einem Raum versammeln. Die Größe des Saals hat mich beim Betreten gleich beeindruckt und auch die Teilnehmerzahl war beachtlich – ich würde schätzen, dass es locker 300 Personen waren. Die Initiative für den European Caucus ging nicht zuletzt auf Erik Boekesteijn aus den Niederlanden zurück, für den IFLA-Generalsekretär Gerald Leitner in seinem Beitrag um einen besonderen Applaus bat. Und der Zeitpunkt für die Initiative dürfte kaum zufällig sein, sind doch in der jüngeren Vergangenheit europakritische Stimmen immer lauter geworden. Aber Bibliotheken können dazu beitragen, dass Europa nicht auseinander bricht und in der IFLA ist Europa mit starkem Gewicht vertreten, wie Gerald Leitner weiter ausführte. Beispielsweise kommt die Hälfte der derzeitigen Mitgliederinnen und Mitglieder im IFLA-Vorstand aus europäischen Ländern und von den letzten sechs Präsidentinnen und Präsidenten waren drei aus Europa. Was Leitner ganz besonders erfreute war die rege Beteiligung europäischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare an der Umfrage zum IFLA Global Vision Report: über 58% der abgegebenen Stimmen kamen aus Europa.

Gerald Leitner präsentiert die starke europäische Beteiligung am IFLA Global Vision Report

Auf dem Podium konnten ausserdem noch Steen Bording Andersen die Organisation EBLIDA (European Bureau of Library, Information and Documentation Associations) sowie Ilona Kish das Projekt PL2020 (Public Libaries 2020) vorstellen. Schliesslich hatte Antonia Arahova von der Bibliothek des griechischen Präsidenten die Gelegenheit, zum nächsten WLIC nach Athen einzuladen: in die Hauptstadt jenes Landes in dem in der Antike mit der Demokratie eines der Fundamente unseres heutigen Europas gelegt wurde.

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