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Erstmalig Coaching Session auf der IFLA

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Zum ersten Mal auf einer IFLA-Konferenz wurde eine Coaching Session angeboten. Die Sektion Continuing Professional Development and Workplace Learning CPDWL hat im vergangenen Jahr auf der IFLA-Konferenz in Breslau beschlossen, dieses Format mit einem Pilot zu testen. Nordeuropäische Kolleginnen (zwei Schwedinnen, eine Norwegerin, eine Deutsche) haben das vergangene Jahr genutzt, diese Veranstaltung vorzubereiten.

Als erstes wurde festgelegt, dass sich das Business Coaching auf zwei Bereiche begrenzen sollte:

  • Individuelle Karriere und Weiterentwicklung
  • Wie Beteiligung an IFLA-Gremien die eigene Karriere unterstützen kann

Aufgelistet wurden unterschiedlichste Bereiche, die im Coaching behandelt werden können; außerdem wurde nach Bibliothekstypen unterschieden.

Dann gingen wir auf die Suche nach Coaches. Die eigenen Netzwerke bzw. das Standing Committee CPDWL wurden eingeladen, sich zu beteiligen. Die Coaches wurden aufgefordert, jeweils zu entscheiden, in welchen Bereichen (z.B. Changemanagement, Führung, Projektmanagement, berufliche Neuorientierung, lifelong learning, Gendermanagement) sie Coaching anbieten könnten.

Im Vorfeld der Konferenz fanden sich 17 Coaches, die Instruktionen zum Ablauf der Veranstaltung erhielten und noch einmal über die Regeln beim Coaching informiert wurden. Auf der IFLA-Konferenz selbst gelang es uns, weitere 7 Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt zu motivieren, uns zu unterstützen.

Ein großes Fragezeichen war die Teilnehmendenzahl. Im Vorfeld hatten wir darüber diskutiert, ob wir ein Registrierungsverfahren vorschalten sollten, entschlossen uns dann aber dagegen, um keine unnötigen Schwellen aufzubauen. Das IFLA Governing Board war von der Idee dieser Coaching Session so angetan, dass sie auch in einem der Newsletter vor dem Kongress vorgestellt wurde.

Bei der Veranstaltung selbst wurden an den Eingängen Hosts positioniert, die die Interessierten befragten, für welchen Bereich sie ein Gespräch suchten und ihnen dann zeigten, an welchen Tischen dies abgedeckt würde. Geplant war, jeweils in 15 bis maximal 30 Minuten ein Coaching durchzuführen. Nach einer kurzen Einführung ins Thema und die wichtige Darstellung der Unterscheidung von Coaching  – als Methode der offenen Fragestellung, in der die/der Coachee selbst die Lösung des Problems finden soll und vorallem in einem Aktionplan das künftige Vorgehen zur Erreichung festlegen soll – gegenüber dem Mentoring  – in dem der Mentor/die Mentorin versucht, eine bestmögliche Lösung zu finden oder darstellt, wie sie/er sich in ähnlicher Situation verhalten hat- begann dann die Arbeit an den Tischen.

Hätten mehr Interessierte an der Veranstaltung teilnehmen wollen als von den Coaches sinnvoll in Einzelgesprächen hätte abgedeckt werden können, so war geplant, flexibel zu reagieren und entweder nur beispielhaft die Methode vorzustellen oder Gruppencoaching zum gleichen Thema anzubieten.

Die Teilnehmendenzahl lag letztendlich bei ca. 100 – 125 Personen, was als sehr erfolgreich gewertet werden kann, ist doch zu berücksichtigen, dass es ein sehr attraktives Parallelprogramm gab.

Die direkten Rückmeldungen während und nach der Veranstaltung waren durchweg sehr positiv, doch wurden die Teilnehmenden gebeten, über padlet zwei Fragen zu beantworten:

  • Was waren Ihre Erwartungen an das Coaching Programm?
  • Wie sollte das Coaching Programm Ihrer Meinung nach fortgesetzt werden?

Die Auswertung der Antworten erfolgt in den nächsten Wochen und wird dann über die Website von CPDWL kommuniziert, sowie über den Blog und den Facebook Account

Insgesamt also ein sehr positiver Start und das Format scheint gut übertrabar auch für nationale oder regionale Konferenzen, kamen doch die Teilnehmenden wirklich aus aller Welt.

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Autor: ULang

Networker and librarian

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