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Trojanische Pferde, Edutainment und Wa-Kosho zum Anfassen

Ein Kommentar

Gestern wurde die Postersession offiziell eröffnet. Die Poster sind beeindruckend kreativ gestaltet, und die Begeisterung der Kolleginnen und Kollegen, die ihre Poster präsentierten, wirkte ansteckend. Dies sind einige der eindrücklichsten ausgestellten Poster:

Das trojanische Pferd

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Zwei Kolleginnen der Selangor Public Library stellen ihr Projekt, the Trojan Horse of Books, vor. Bei den „trojanischen Pferden“ handelt es sich um Bücherbusse, die mit 1.500 Büchern bestückt sind. Die Bücherbusse fahren monatlich 100 Orte an, und verzeichnen mittlerweile über 49.000 Nutzer*innen. Indem sie diejenigen Menschen mit wissenschaftlicher und Populärliteratur versorgen, die nur schwer Zugang zu Literatur erlangen können, zeigen die Bücherbusse der Selangor Public Library eine Umsetzung des Begleitmottos des Kongresses „Reaching out to the hard to reach“. Zum Schluss bleibt mir nur eine Frage: Warum hat man sich für die Bezeichnung „Trojan Horse“ entschieden? Die Antwort der Kolleginnen: So, wie das trojanische Pferd die Stadt Troja infiltriert habe, infiltriert die Selangor Public Library mit ihren Bussen nun die Gedanken ihrer Nutzer*innen.

Edutainment an Bibliotheken

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Die Kolleginnen der Raja Tun Udo Bibliothek zeigen mit ihrem Poster, wie Nutzer*innenbindung an öffentlichen Bibliotheken geschaffen werden kann. Als ihre Nutzer*innen ausblieben, hatten die Kolleginnen eine gute Idee: Sie richteten einen Edutainment-Bereich in ihrer Bibliothek ein, der sich unter anderem durch ein 3D-Kino sowie einen VR-Bereich auszeichnet. Zwar ist die Nutzung des Edutainments kostenpflichtig. Dennoch tragen die Bemühungen Früchte: In den letzten 6 Jahren sind die Bibliotheksbesuche merklich gestiegen, wobei nicht nur das Edutainment gut genutzt wird, sondern auch die Ausleihzahlen in die Höhe steigen. Die Nutzer*innen der Raja Tun Udo Library haben also nicht nur Lust auf Virtual Reality, sondern auch auf neuen Lesestoff.

Wa-Kosho aus Japan

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Eine Kollegin der Rare Book Library zeigt mir ein Wa-Kosho, welches etwa 100 Jahre alt ist.

Die Rare Book Library der Rissho University öffnet ihre Pforten und zeigt ihren Schatz an Wa-Kosho, die nach traditioneller Buchbindeart vor dem Jahr 1868 in Japan hergestellt wurden. Im Gegensatz zu anderen Bibliotheken hat sich die Rissho University Rare Book Library dazu entschieden, ihren Bestand öffentlich zugänglich zu machen, um ihren Nutzer*innen eine ganz neue User Experience zu ermöglichen. „What should the role of library services and preservation be? Who do rare books belong to?“ Mit Fragen solcher Art setzt sich die Rare Book Library an dieser Stelle auseinander.

 

 

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