BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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Konferenzende

Mit der Closing Session endet der diesjährige World Library and Information Congress 2018 in Kuala Lumpur. Dies ist ein offizieller Abschluss mit vielen Reden, Würdigungen und Preisverleihungen. Des weiteren wird schon Werbung für den kommenden Kongress in Athen gemacht und der Kongressort für 2020 offiziell bekanntgegeben – es ist Auckland in Neuseeland.

Damit endet auch meine erster IFLA-Kongress. Am Tag darauf stehen noch Bibliotheksbesuche an, auf die ich sehr gespannt bin und dann geht es auch schon wieder Richtung Berlin.

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Ich bedanke mich herzlich bei BII International und meinem Arbeitgeber Die Bibliothek Wirtschaft & Management an der TU Berlin, die mir die Teilnahme ermöglicht haben. Und ein besonderer Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen aus Malaysia, die uns so herzlich empfangen und immer gutgelaunt und mit einem Lächeln alle Fragen beantwortet haben.

Die Konferenzteilnahme war eine großartige Erfahrung und eine persönliche Bereicherung für mich. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich alle Ideen und Informationen sortiert und aufgeschrieben habe.

Terima kasih!

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Lightning Talks 2

IDP workathon mobile services: A possibility!

Adetoun Oyelude gibt eine kurze Einführung, wer mit Internally Displaced Persons (IDP) gemeint ist. IDP sind Menschen, die durch verschiedene äußere Umstände gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen und daraus resultierend psychische und physische Beeinträchtigungen erfahren. IMG_4663

Sie ruft dann eindringlich dazu auf, diesen Menschen durch Bibliotheksangebote zu helfen und nennt einige Beispiele für mögliche Hilfsangebote.

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Iraqi libraries after ISIS

In diesem Lightning Talk berichtet Hussein Adil Hasan über die Vernichtung ganzer Bibliotheken im Irak durch die ISIS Milizen. Diese nutzten z.B. Bibliotheken als Quartiere und verbrannten die Bücher, um sich am Feuer zu wärmen. Somit sind viele bedeutende und wichtige Bestände in Irakischen Bibliotheken verloren und damit auch ein Teil der Irakischen Kultur und Geschichte. Hussein Adil Hasan stellt dann das Projekt der Digitalizierung von irakischen Büchern vor. Ziel ist es, die Kultur und Geschichte auf anderem Wege als in gedruckten oder geschriebenenBüchern aufzubewahren und somit sicherzustellen, dass  es nie wieder zu solch einem großen Verlust von Kulturgütern im Irak kommt. Angefangen haben sie im Projekt mit „selbstgebastelten“ Stationen mit Digital-Kameras, inzwischen wird mit professionellen Buchscannern gearbeitet.

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Mir gefällt das Format der Lightning Talks sehr gut. In kurzer Zeit erhalte ich Input zu den verschiedensten Themen und somit auch Ideen, womit ich mich noch tiefer oder genauer beschäftigen möchte.

 


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Lightning talks 1

Lightning Talks sind ein Format, bei dem die Vortragenden nur relativ wenig Zeit haben, um ihr Thema vorzustellen. Bei den Lightning Talks sessions am letzten Tag des Kongresses haben die Vortragenden jeweils 5 Minuten für ihren Vortrag. Es sind sehr viele spannende, interessante und inspirierende Kurzvorträge dabei. Hier eine kleine Auswahl der Vorträge, die ich persönlich spannend und erwähnenswert finde:

Sleep is good for all of us: Student-led innovation, the introduction of energy pods and a win-win for all at Maynooth University Library, Ireland

Cathal McCauley erzählt uns über den Ideen-Wettbewerb an der Universitätsbibliothek: If students did libraries. Bei dieser ersten Runde des Ideen-Wettbewerbs haben die sogenannten Energy Pods gewonnen. Hintergrund sind die vielen unbequem schlafenden Studenten in der Bibliothek und die wissenschaftliche Theorie, dass eine 20 minütige Powernap gut ist, um Energie aufzutanken.

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Libraries use design thinking to ignite co-creation and creativity!

Wie Sidsel Bech-Petersen berichtet, wird an der Dokk1 Aarhus Public Library, Dänemark Design Thinking konsequent angewendet, um immer wieder die Bedürfnisse sowohl der Nutzer als auch der Mitarbeiter herauszufinden und Lösungen für Probleme zu finden. Im Laufe der Zeit wurden dabei verschiedene Dinge gelernt, u.a.: man sollte sich immer wieder fragen, ob man die richtigen Probleme löst;  mit dem Prototyp einer Idee oder Lösung rausgehen zum Nutzer und ihn dazu befragen und somit relativ früh falsche Denkrichtungen oder Ideen aufdecken und auch Design Thinking als Methode für die Nutzer anbieten, damit sie eigene Probleme lösen können. Sie empfiehlt ein Toolkit, welches Bibliotheken nutzen können, um selber mit Design Thinking in der Bibliothek anzufangen.

PD with a passport: a glimpse into volunteering internationally

Cate Carlyle stellt ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung vor. Dabei zeigt sie uns ein Bild, wie sie sich vor einiger Zeit gefühlt hat

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und wie gut es ihr persönlich und beruflich getan hat, in die Welt zu gehen und bei verschiedenen Projekten in der Welt ehrenamtlich zu helfen. Sie stellt verschiedene Projekte vor, bei denen sie mitgeholfen hat, z.B. in Guatemala, Mexico oder auch Nicagarua.

 


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Historical Walk und Cultural Evening

Der diesjährige IFLA World Congress findet in Kuala Lumpur statt und natürlich erkunde ich auch ein bisschen von der Stadt. Ich gehe einen Teil des Historical Walk entlang und bin beeindruckt, wie nahe und friedlich nebeneinander verschiedene Religionen existieren können.

Am Abend dann findet der Cultural Evening im Malaysia Tourist Center statt. Neben der Darbietung traditioneller Musik und Tänze, können malayisches Essen und auch einheimische Früchte probiert und sich in ungezwungener Atmosphäre unterhalten werden.


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Coaching und Postersession

Auf der IFLA-Konferenz 2018 gibt es erstmals das Format des Coaching. Ich bin gespannt, wie es umgesetzt wird und mache mich auf den Weg zur Conference Hall 2. Dort gibt es eine Auflistung der angebotenen Themen und die dazugehörigen Tischnummern. Ich möchte gerne mehr über die Strukturen und die Arbeit in der IFLA erfahren und gehe zu Tisch 17. Es entwickelt sich ein interessantes Gespräch mit den Kolleginnen aus Malaysia, Indonesien und den Niederlanden.

Weiter gehts zur Postersession. Unglaublich toll gestaltete und interessante Poster gibt es zu sehen und es entwickeln sich sehr schnell Gespräche mit den jeweiligen Präsenter bzw. Präsenterinnen. Hier eine kleine Auswahl:


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Universal Design – was steckt dahinter?

Der Sonntag beginnt mit dem interessanten Thema „Universal Design“. Knut M. Nygaard, der erste Sprecher, definiert Universal Design als „The design of products and environments to be usable by all people, to the greatest extent possible, without the need for adaption or specialized design.“ Bei der Umsetzung von Universal Design geht es also darum, eine inklusive Gesellschaft zu schaffen, in der jeder die gleichen Möglichkeiten hat, egal ob jung oder alt, beeinträchtigt oder nicht-beeinträchtigt.  Anne Sieberns vom Deutschen Institut für Menschenrechte, Berlin, greift das Thema auf und setzt es in Beziehung zur UN Convention on the Right of Persons with Disabilities (CRPD). In ihrem Vortrag weist sie dabei immer wieder darauf hin, an welcher Stelle Bibliotheken eine bedeutende Rolle bei der Umsetzung spielen können und sollten. Kirsi Ylänne stellt die Guidelines vor, die in Finnischen Bibliotheken angewandt werden, um Zugang für alle und unterschiedliche Nutzer in Bibliotheken zu gewährleisten. Sie sagt in ihrem Vortrag den sehr treffenden Satz“Good design enables, bad design disables“. Ich stelle fest, dass ich mich bisher viel zu wenig mit diesem Thema beschäftigt habe, es kommt definitiv auf meine to-do-Liste.


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First timer, Opening Session und die ersten Vortäge

Der erste Kongresstag beginnt für mich zeitig mit der Newcomers Session. Ich bin nicht die einzige „First Timer“, der Saal ist gut gefüllt. Wir erfahren, wie das Programm aufgebaut ist, dass wir uns bei Interesse in diverse Mailinglisten eintragen können, um auf dem Laufenden zu bleiben, welche Veranstaltungen empfehlenswert sind und was das wichtigste auf dem Kongress ist: Networking. Nahtlos geht es weiter mit der Opening Session. Hier wird ganz offiziell der Kongress eröffnet. Es gibt verschiedene Reden und zwischendurch erklingt schöne Malaysische Musik zu Tanzdarbietungen.

Am Nachmittag dann besuche ich die ersten Vorträge. Ich informiere mich über das Projekt Library Map of the World und finde die Idee dahinter grossartig. Hier gibt es weitere Informationen dazu: https://librarymap.ifla.org/

Auch der Vortrag zum Thema Evaluierung/Feedback des Outcome von Schulungen oder Programmen und die Weiternutzung der Daten macht mich neugierig auf das Manual, welches von der Seite https://www.projectoutcome.org/annual-report runtergeladen werden kann. Ich werde mich definitiv auf der Seite mal umschauen.

Zum Abschluss des Tages geht es noch zur Eröffnung der Firmenausstellung. An der Singapure National Library gibt es keine Ausleih- und keine Auskunftstheke mehr. Ein Roboter fährt nachts die Regale ab, ermittelt per RFID, ob alle Bücher richtigstehen, ob es vermisste Bücher gibt etc. und meldet dies zurück an den Katalog. Die Nutzer leihen die Bücher mit Hilfe einer App und Barcodescan selber aus bzw. geben sie zurück. Falls es Fragen gibt, können diese über einen Chat gestellt werden. Die Bibliothekare geben jetzt viel mehr Schulungen z.B. wie die Nutzer Literatur recherchieren können.