BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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First Timer’s Schedule

Es ist nicht einfach für Neulinge, einen Überblick über die IFLA Conference zu gewinnen und eine Auswahl für die eigene Agenda zu treffen. Da ich nicht im Auftrag meines Arbeitgebers hier bin und BIB die Vorgaben für Blogger sehr offen hält, liegt die Qual der Wahl ganz bei mir. Inzwischen habe ich schon an einigen Opening Events teilgenommen und nach intensivem Studium des Programms und einigen Gesprächen mit „Regulars“ einen ungefähren Fahrplan. Hier ist er:

  • Opening und Closing Events besuchen, und natürlich die IFLA Highlights Session „Five Days in Forty-Five Minutes?“
  • an den wichtigen Special Sessions zu zentralen IFLA-Themen wie Global Library Vision teilnehmen
  • das deutsche Bibliotheks- und Informationswesen betreffende Veranstaltungen eher für den nächsten Bibliothekartag aufheben
  • an mindestens einer Arbeitssitzung zu einem Thema oder Land teilnehmen, mit dem ich mich überhaupt nicht auskenne (z. B.: The Role of Women Farmers in Sustainable Agricultural Development)
  • an mindestens einer Veranstaltung zu meinem Steckenpferd qualitative User Studies mit ethnografischen Methoden teilnehmen
  • die Keynote „The Polish Way to a Digital Market“ nicht verpassen
  • die Poster Session besuchen. Vorher auf der IFLA Website checken, welche der rund 200 Poster ich sehen will!
  • für meine Verbandstätigkeit beim Berliner dbv laufend im Auge behalten, wie Verbandsarbeit auf der IFLA ausseht vorgestellt wird
  • und auf der privaten Agenda: unbedingt einmal im Jugendstilschwimmbad in der Ul. Teatralna schwimmen gehen – hey, wenn ich jetzt losgehe, hat es noch lange genug geöffnet. – Tschüss und bis morgen!
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Wroclaws Bekenntnis zu Weltoffenheit

Immer wieder denke ich an die Rede des Bürgermeisters von Wroclaw beim Closing Event des IFLA WLIC 2017 zurück. Sein klares Statement gegen Nationalismus und für Weltoffenheit wurde zwar oft getwittert, aber ich muss es hier noch einmal aufschreiben:

„I love everything about national culture“, ruft Rafal Dutkiewicz, und fügt nach einer Pause  hinzu: „But I hate everything about nationalism!“ Die IFLA-Delegierten erheben sich zu stehenden Ovationen. Als der Beifall abebbt, setzt der Bürgermeister energisch hinzu:  „Nationalism is like stinking sweat that has to be washed off!“

Ein klares Bekenntnis,  das deutlich macht, das der Weltkongress der Bibliothekare nicht nur eine wirtschaftliche Bedeutung für Wroclaw hat, sondern auch eine politische. Wie schön, heute in Polen solche Worte zu hören.


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Öffentliche Bibliotheken in Wroclaw

 

Bibliothek im Hauptbahnhof

Am letzten Tag dieser wunderbaren Konferenzwoche nehme ich noch an einer Halbtagstour zu drei Öffentlichen Bibliotheken in Wroclaw teil. Sie beginnt in der Bibliothekszweigstelle im Hauptbahnhof, die erst vor Kurzem in der früheren Wohnung des Bahnhofsvorstehers eröffnet wurde. An den Wänden sind die behutsam erhaltenen Reste der Wandbemalungen aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, der Bauzeit des Bahnhofs zu sehen, hinter der Theke das großes Foto einer Bahnhofsuhr. Neben den viel beschworenen Wohnzimmerqualitäten hat die Bibliothek auch eine Bibliotheksküche zu bieten, die etwa für Kinderveranstaltungen mit Übernachtung genutzt wird.  Zum attraktiven Raumangebot zählt auch eine Terrasse mit Blick auf den  Bahnhofsvorplatz (s. Foto) und die schönen Fin de Siècle-Hotels auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Fünf Mitarbeiter sind in der Zweigstelle tätig, die natürlich gern auch für Reisende zur Verfügung steht – leider mit recht eingeschränkten Öffnungszeiten (24 Stunden an vier Öffnungstagen  pro Woche). Die Bibliothekarin zeigt eine Präsentation über das vielfältige Medien- und Programmangebot des Bibliothekssystems Wroclaw und der Zweigstelle im Bahnhof, auf deren umfangreiche Manga-Sammlung sie besonders stolz ist.  Datenbankangebote und die Ausleihe von Kindle-Reader machen auch Onlineangebote zugänglich.  Weiterlesen


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Bibliothek der Dinge

Angelzubehör, Stühle für Schulkinder, Werkzeug? Kannst Du Dir alles in der Bibliothek ausleihen. Einen Eindruck von der Vielfalt der Bibliotheksangebote, die über Bücher, Zeitschriften und Datenbanken hinausweisen, gab gestern eine Kooperationsveranstaltung der Collection Development und Metropolitain Library Sections mit dem langen Titel „Check Me Out! Human Libraries and Unique Circulating Collections, from Art to Technology Petting Zoos“. Im Hintergrund der neuartigen Angebote stehen  Ideen der Sharing Economy und des nachhaltigen Konsums.

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Ein Kommentar

Lost in Abbreviations

Wer um halb neun an Deck sein kann, schafft auch acht Uhr, denke ich, und bin tatsächlich am Dienstag früh pünktlich (noch nicht einmal der Kaffeewagen auf dem Food Court hat geöffnet!) bei der zweiten Session des Standing Committee Theory and Research. Für mich ist es die erste SC-Sitzung überhaupt, die ich als Zaungast verfolge. Weiterlesen