BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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Reshape 2019 in Helsinki

Am 6. und 7. Mai fand die Reshape Konferenz in Oodi statt mit einem vielseitigen Programm und internationalem Publikum. Das besondere an dieser Konferenz ist, dass die Vorträge mitgeschnitten wurden und nun von allen, die die Konferenz verpasst haben hier abgerufen werden können:

https://www.kirjastokaista.fi/en/tag/reshape2019-conference-en/

Besonders beeindruckt haben mich die Vorträge von Alex Clifton über das Storyhouse, Laura Norris Vortrag über – Oodi – The new way of working und der Vortrag von Linda Liukas mit dem Titel: How to be a human in the age of technology?

Linda schreibt als Kinderbuchautorin mit der Figur Hello Ruby Bücher rund um das Thema Coding, die auch auf Deutsch erhältlich sind. Ihr Ziel ist es, dass ihre Ruby Bücher wie ein analoges Lagerfeuer Menschen zusammenbringen sollen.

Ein Zitat von Linda zum Thema Coding

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Finnlands Bibliotheken

Ein paar Fakten über finnische Bibliotheken aus dem Jahr 2018:

– Es gibt aktuell 854 öffentliche Bibliotheken, davon sind 282 Zentralbibliotheken, 437 Stadtteilbibliotheken und 135 Fahrbibliotheken

– Ein durchschnittlicher Kunde besuchte die Bibliothek 9x im Jahr, insgesamt zählten die finnischen ÖBs 50 Millionen Besuche

– Zu den Entleihungen: 1,9 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Medien entliehen, durchschnittlich 15,4 Medien pro Kunde

– Pro Einwohner wurden 58 € für öffentliche Bibliotheken ausgegeben

– Die Angebote sind kostenlos zugänglich und es gibt ein Bibliotheksgesetz, das 2017 aktualisiert wurde.

Mehr spannende Statistiken und Fakten über finnische Bibliotheken finden Sie unter http://www.libraries.fi

Auszug aus dem Public Libraries Act


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IFLA Metropolitan Libraries Short Film Award 2019

Am letzten Tag der MetLib Konferenz wurde der Gewinner des IFLA Metropolitan Libraries Short Film Award 2019 von allen Anwesenden gewählt. Der Award geht in diesem Jahr nach Espoo in Finnland für einen fantastischen Imagefilm über die Bibliotheken in Espoo. Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind, der Link zum Film:

https://youtu.be/rVz82UMWR_E


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IFLA Metropolitan Libraries conference 2019 in Helsinki

Genauer nicht nur in Helsinki sondern in der im vergangenen Jahr neu eröffneten Bibliothek Oodi! Über die Bibliothek wurde schon viel geschrieben und es gibt fantastische Fotos im Internet zu finden, z.B. auf der Website von Oodi unter https://www.oodihelsinki.fi. Einen Besuch vor Ort ersetzen all diese Eindrücke und Berichte jedoch nicht. Am 6. Mai haben übrigens bereits über 1 Million Menschen Oodi besucht!

Was mir ganz besonders gefallen hat:

  • Durch das Material Holz wirkt das Gebäude sehr warm
  • Die Bäume im Gebäude sind tatsächlich echte Bäume und haben den ersten Winter gut überstanden
  • Die Akustik im Bookheaven ist unfassbar gut, selbst bei den vielen Menschen in der Bibliothek, spielenden Kindern, dem Cafebereich ist es erstaunlich leise. Anna-Maria Soininvaara, Direktorin von Oodi, hat auch erklärt, warum dies so ist: unter der Decke ist eine besondere Dämmung, ähnlich wie bei Gymnastikmatten, angebracht, die den Schall so gut absorbiert.
  • Im Untergeschoss, in der Sortieranlage, ist ein Roboterarm installiert, der zurückgegebene Medien aussortieren kann, z.B. für kuratierte Medienausstellungen
  • Die Mitarbeiter*innen sind unglaublich freundlich und das bei 90 Öffnungsstunden in der Woche, die überwiegend von 54 Mitarbeitern abgedeckt werden.
  • Und noch ein für mich sehr erstaunlicher Punkt: die Bürofläche für die Mitarbeiter*innen beträgt insgesamt nur 250qm!


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Die Bibliothek als Zufluchtsort

Bei der Session der Metropolitan Libraries zu „Sanctuaries in the city: the public library as a safe space“ am Sonntag wurde von 6 Referenten aus verschiedenen Ländern die Frage beleuchtet, welche Herausforderungen die Bibliothek als Zufluchtsort für alle Menschen in einer Stadt mit sich bringt. Die Papers zu den Vorträgen sind hier zu finden: http://www.professionalabstracts.com/iflawlic2018/iplanner/#/grid

Die erste Präsentation mit dem Titel „Public Libraries are safe and neutral spaces…when people aren’t in them!“ von Leonee Ariel Derr (Stonnington Library and Information Service, Australia) gab einige Denkanstösse zu der Frage welche Herausforderungen eine Bibliothek für alle Menschen mit sich bringt. Besonders spannend fand ich die These, dass die individuelle Bedeutung von Sicherheit & Zufluchtsort durchaus für einige Menschen einen erheblichen Widerspruch zu Inklusion & Zuflucht suchendem Mensch/Geflüchtetem darstellen kann. Deshalb vertritt Leonee die Ansicht, dass die Bibliothek vorsichtig mit einer Beschreibung als „safe place“ sein sollte, da sonst falsche Erwartungen geweckt werden können und eine Vorstellung von Bibliothek, die mit der Idee von Bibliothek, die MitarbeiterInnen im Kopf haben, kollidiert und Konflikte erzeugt. Das Fazit von Leonee hat mich so beeindruckt, dass ich es hier unbedingt zitieren muss:

„…It is essential that public libraries buck the trend of claiming to be “neutral,” often a cop-out term used to avoid conflict. Public libraries should instead vie for being principled if not radical in practice: showing empathy and compassion whilst upholding the rights of every individual in the communities they serve.“

Für alle, die mehr zum Vortrag und den Überlegungen von Leonee lesen wollen, hier der Link zum Paper von Leonee: http://library.ifla.org/2272/1/114-derr-en.pdf


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Warum Sie sich unbedingt für ein Impulsstipendium bewerben sollten

Sie sind seit mindestens 10 Jahren im Berufsleben und möchten gerne etwas über die IFLA, internationale Bibliotheken und deren Arbeit erfahren und viele interessante Menschen kennenlernen? Dann bewerben Sie sich doch für das Impulsstipendium von BII-International für den Weltkongress in Athen im kommenden Jahr!

Meine TOP 3 der Gründe, warum Sie sich unbedingt bewerben sollten:

TOP 1 und der wichtigste Grund überhaupt: Sie werden so viele interessante, inspirierende, wundervolle Menschen aus aller Welt kennen lernen, wie Sie es sich nicht annähernd vorstellen können. Angefangen beim European oder German Caucaus, bei denen man ganz einfach mit KollegInnen ins Gespräch kommt, der First Timer Session für alle IFLA Weltkongress Neulinge, über Sessions, in denen Sie über einen Vortrag mit KollegInnen ins Gespräch kommen, bei den Postersessions, beim Cultural Evening, ganz egal wann, es gibt unglaublich viele Gelegenheiten und Anlässe.

Top 2: Fachlicher Input aus aller Welt: Der IFLA Weltkongress bietet Einblicke in die fachlichen Trends und Entwicklungen in aller Welt, die ich über Fachliteratur nie in den Blick bekommen hätte. Und immer auch die Erkenntnis, dass viele Probleme überall auftreten und wir uns nicht allein mit den selben großen Herausforderungen auseinandersetzen, auch wenn die Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich sein können. Auch wenn nicht jeder Vortrag Mindbreaking ist, sind es manchmal die Geschichten um den Vortrag oder zufällige Gespräche mit KollegInnen (siehe TOP 1).

TOP 3: Ganz nebenbei bekommen Sie die Gelegenheit eine neue Stadt in einem anderen Land kennenzulernen und dies nicht nur als Tourist, sondern auch über KollegInnen aus dem Land, die zahlreich bei dem Kongress dabei sind. Egal ob Sie bei einer Bibliothekstour ins Gespräch kommen, beim Kongress z.B. bei der Poster Session oder mit einem Volunteer sprechen, es gibt unglaublich viele Möglichkeiten. Eine ganz besondere Möglichkeit ist der Cultural Evening, an dem sich das Land auf vielfältige Weise präsentiert, mit Essen, Getränken, Musik, Tanz,…

All diese Gründe sprechen unbedingt für eine Bewerbung und ganz nebenbei werden Sie unglaublich viel Spaß haben! Also los, auf zum Weltkongress in Athen: https://2019.ifla.org!

Mehr zu den Stipendien finden Sie hier: http://www.ifla-deutschland.de/ifla/ifla-kongress/stipendien/

Der Bewerbungsschluss für den kommenden Kongress ist am 15.2.2019.