BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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MetLib Tag 5

Der letzte Tag der MetLib 2017 begann mit einer einstündigen IFLA’s Global Vision Diskussion (alle, die sich noch bis Ende September 2017 mit mehreren Interessierten aus der Bibliothekswelt an der Diskussion beteiligen möchten, finden hier weitere Informationen: https://globalvision.ifla.org/) und dem Meeting des MetLib Standing Committees, bei dem auch nicht gewählte Teilnehmer als Observer ohne Stimmrecht dabei sein konnten. Damit endeten fünf spannende MetLib Tage und der offizielle Teil der Konferenz.

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MetLib Tag 4

Der Morgen begann mit einer Vorführung aller eingereichten Filme zum IFLA Metropolitan Libraries Short Film Award, bei der alle Teilnehmer der Konferenz, deren Bibliothek keine Filme eingereicht hatte, den Gewinner wählen durften.

Danach folgten drei Best practice Beispiele für Partnerschaften:

  • mein Beitrag zum Thema Bestandsaufbau und damit verbunden über die Lektoratskooperation als gelungenes Beispiel einer Partnerschaft
  • ein Beitrag über die Initiative „ConnectED“, die unterstützt vom Weißen Haus und auch von Barack Obama, alle Kinder und Jugendlichen mit Zugang zu öffentlichen Bibliotheken und damit mit Lernmaterialien unterstützen sollte
  • ein Beitrag aus Lyon zu einer Initiative der Bibliothek gemeinsam mit verschiedenen Partnern und den Einwohnern von Lyon über das Thema Demokratie ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren

Am Nachmittag folgten Besuche in zwei Stadtteilbibliotheken in Montreal, die beide erst vor wenigen Jahren neu gebaut wurden: die Benny Library (die erste Stadtteilbibliothek in Montreal mit einem kleinen MakerSpace-Bereich, der sehr gut angenommen wird) und die Marc-Favreau Library. In Montreal werden übrigens alle Bibliotheken nach bekannten Persönlichkeiten benannt.

 


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MetLib Tag 3

Der dritte Tag begann mit mehreren Best-Practice-Beiträgen zu Partnerschaften der Bibliotheken in Barcelona, Philadelphia und Paris und einem kleinen Exkurs zum Thema Benchmarking der MetLib Libraries von Ian Reids, VP Customer Support von Counting Opinions. Siobhan A. Reardon, President & Director der Free Library of Philadelphia, berichtete dabei u.a. von einem Training der Mitarbeitenden durch Sozialarbeiter für einen besseren Umgang mit Obdachlosen in der Bibliothek. Damit konnte sowohl die Beratung Obdachloser über Hilfs- und Unterstützungsangebote in der Kommune als auch das Verständnis für Obdachlose und die Kommunikation erheblich verbessert werden. Emmanuel Aziza, Director der Office of Libraries and Reading in Paris, präsentierte das Projekt https://www.librarieswithoutborders.org. Damit können fertige Ideas Boxes für mobile, flexible Bibliotheken eingekauft werden, inkl. Mobiliar, Medien und mobiler Endgeräte. Die Kosten pro Box betragen 70.000 €, inkl. Training für die Nutzung aller Bestandteile.

Danach folgten Beiträge aus Belgrad, hier findet übrigens die MetLib 2018 statt, und Shanghai. Nachmittags berichteten mehrere kanadische Kolleginnen und Kollegen über Quebec und Kanada, die Bibliothekslandschaft und die besonderen Herausforderungen, insbesondere in den ländlichen Regionen, die in der Regel sehr dünn besiedelt sind. In der Regel müssen Kunden keine Entgelte für die Nutzung der Basic Services der Bibliotheken bezahlen, also für Entleihungen, PC-Nutzung, Nutzung der Angebote vor Ort. Für weitere Angebote wie bspw. Fernleihe kann ein Entgelt erhoben werden, dies erfolgt jedoch in der Regel ebenfalls nicht.

Ein besonderes Beispiel für eine Partnerschaft in einer kanadischen Bibliothek: In der Toronto Public Library kann ein Museum & Arts Pass entliehen werden, der zwei Erwachsenen und bis zu 5 Kindern den kostenfreien Eintritt in alle teilnehmenden Museen und Galerien ermöglicht.

Außerdem  wurde ein Film der Quebecer Bibliotheken zum Thema Bibliothek als dritter Ort gezeigt. Als Abschluss des Tages folgte ein Rundgang durch das eindrucksvolle Archiv der BAnQ Vieux-Montréal (http://www.banq.qc.ca/archives/entrez_archives/centres_archives/ca_montreal.html)


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MetLib Tag 2

Nach mehreren Beiträgen zum Thema „Was ist eine Partnerschaft?“, in denen u.a. die Bedeutung des Einbezugs der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Festlegung der Rahmenbedingungen mit Partnern im Fokus standen, folgten zwei Beiträge aus den Niederlanden. Annerie Brenninkmeijer aus Rotterdam berichtete von verschiedenen Partnerschaften in der Kommune, um neue Bibliothekszweigstellen schaffen zu können. Anhand der geplanten neuen Bibliothek in Utrecht stellte Ton van Vlimmeren ein partizipatives Verfahren mit Bürgern zur Gestaltung und Entwicklung der neuen Bibliothek vor.
Nachmittags folgten Besuche in zwei Montrealer Bibliotheken: die Boisé Library, ein „grüner“ Neubau mit sehr geringen energetischen Verbrauchswerten in einem Stadtteil mit vielen sozialen Problemen und hohem Anteil an Migranten, und in der Saul Bellow Library, ebenfalls vor kurzem neu eröffnet nach einem Um- und Neubau und in einem Stadtviertel, das sowohl bürgerliche als auch sozial schwächere Gebiete umfasst.

Einige Eindrücke aus den beiden Bibliotheken:

Blick in die erste Etage der Boisé Library

Kinderbereich in der Boisé Library

Station zur Ausleihe von Tablets und Laptops zur Nutzung in der Bibliothek


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Metlib Montréal – First day

Nach einem Einblick in die Bibliothekslandschaft von Quebec (einige Daten und Fakten: 32,6 % der Bevölkerung sind Bibliothekskunden, die Nutzung der Bibliotheken ist kostenfrei, die Muttersprache von 80% der Bevölkerung ist  französisch, 2015 gab es in Quebec 172 Stadtbibliotheken) folgten Vorträge über die Arbeit der Grande Bibliotheque – Bibliotheque et Archives nationales Quebec (BAnQ) und über das Netzwerk der öffentlichen Bibliotheken Montréals. 2016 haben die Bibliotheken Quebecs die Declaration des bibliotheques quebecoises veröffentlicht (auf französisch: http://www.banq.qc.ca/a_propos_banq/salle_de_presse/communiques_de_presse/communique.html?c_id=5ef911b7-67cd-4ecb-9d33-d8a8b77ba372) und damit u.a. den Beitrag der Bibliotheken für die Gesellschaft und das aktuelle Selbstverständnis kompakt präsentiert.

Nachmittags wurde anhand des Projekts Saint-Sulpice Library, eine Bibliothek in Planung u.a. für Jugendliche und mit einem FabLab ausgestattet, die Methode des Co-designs vorgestellt. Als Einstieg in einige Facetten der Methode ohne professionelle Unterstützung ist das Library Design Thinking Toolkit sehr gut geeignet 

Als Abschluss des heutigen Beitrags noch einige Eindrücke aus der BAnQ: