BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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Die frühe Kindheit ist entscheident

Frühkindliche Sprach- und Leseförderung in amerikanischen Bibliotheken

In allen Bibliotheken, die ich auf meiner Reise besuche, wird auf Angebote zur frühkindlichen Sprachförderung sehr großen Wert gelegt.

In Queens beginnt man bereits während der Schwangerschaft mit dem Programm Prenatal Education, einem sechsteiligen Kurs für Schwangere und ihre Angehörigen.

Dem folgt dann ab der Geburt bis zum Krabbelalter Baby Play Date, Mother Goose Time von 3 – 17 Monaten, Toddler Time (wenn die Kinder laufen können), Story Time (ab 2 Jahren), Pre-Kindergarten (Vorbereitung auf den Kindergarten). Der Schwerpunkt der Programme liegt sehr stark auf der Zeit, bevor die Kinder mit 4 Jahren in den Kindergarten kommen. Zielgruppe sind nicht nur die Eltern, sondern auch die Großeltern und die „Nannys“.

Die Programme werden i.d.R. von den Bibliotheksmitarbeiter*innen selbst durchgeführt, die Programmarbeit nimmt hier einen großen Stellenwert ein. An vielen Orten werden diese Programme auch mehrsprachig (vor allem auch in Spanisch und Chinesisch) angeboten. Man geht davon aus, dass es bei der frühkindlichen Sprachförderung darauf ankommt, dass überhaupt mit den Kleinkindern kommuniziert wird, egal in welcher Sprache. Daher sollen auch Eltern, die kein Englisch können, an diesen Programmen teilnehmen. Dementsprechend groß ist das Angebot an Bilderbüchern in anderen Sprachen als Englisch.

Auch in den Bibliotheken selbst wird alles dafür getan, dass sich die Eltern mit ihren Kleinkindern wohlfühlen. Es gibt sehr viel Spielzeug, Krabbelecken, Laufställe, Möglichkeiten zum Stillen und zum Füttern und Wickeln. Lediglich der Parkraum für die vielen Kinderwägen stellt bisweilen ein Problem dar.

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Den Zugang erleichtern

Die Abteilung Customer Experience der York Public Library (NYPL)

New York City (8,5 Mio Einwohner) hat drei große Bibliothekssysteme: Brooklyn Public Library, New York Public Library und Queens Public Library. Zusammen sind die drei Bibliothekssystem an weit über 200 Standorten in der Stadt vertreten. Vergleicht man dies mit großen Bibliothekssystem in Deutschland, wird hier die unglaubliche Dichte des Bibliothekssystems deutlich.

Ich besuche alle drei Bibliotheken, die Zentrale sowie einige Zweigstellen.

Große Bibliothekssysteme mit dehr vielen Beschäftigten verfügen auch über Ressourcen, um wichtige Querschnittsaufgaben zu definieren und mit eigenen Abteilungen zu bearbeiten.

Die New York Public Library(NYPL) hat eine Abteilung für Customer Experience eingerichtet. Der Auftrag dieser Abteilung besteht darin, eine einheitliche Grundlage im Bereich Service, Training und Technik für das gesamte Bibliothekssystem zu schaffen. Die Abteilung arbeitet gemeinsam mit anderen Partnern im Bibliothekssystem.

Die Arbeit folgt diesen Grundsätzen:

Die Angebote der Bibliothek sollen

  • praktisch und einfach sein, alles soll funktionieren (so wurde eine eigene App zur einfachen Nutzung von ebooks entwickelt)
  • einheitlich sein: überall wird nach gleichen Regeln gehandelt
  • stärken: Mit den Angeboten der Bibliothek soll Menschen ermöglicht werden, ihr Leben besser zu bewältigen
  • inspirieren: Die Angebote der Bibliothek sollen die Nutzer inspirieren, neugierig machen

Die Kundenerfahrungen wurde in 26 Cafes mit Kunden und Mitarbeitern ermittelt zu den Themen:
Katalog, Ausleihe, Computer, Raum, Bibliotheksausweis, Apps, Interner Support, Demongraphische Entwicklung, Regeln, Sprache.

Der Zugang (real sowie Barrierefreiheit real und virtuell in Hinblick auf unterschiedliche Beeinträchtigungen), die Sprache und die Regeln wurden intensiv überprüft und, wo notwendig, wurden Änderungen vorgenommen.

Die Abteilung besteht aus 5 Mitarbeiter*innen. Kernstück ist ein Call-Center (Mo-Fr 9 – 18 Uhr) mit einem Informationsservice zu allen Fragen, die Kunden stellen – per Telefon, Mail, SMS, Social Media.

Weiterhin kümmert sich die Abteilung um persönliche Buchempfehlungen, dem wird ein großer Stellenwert beigemessen, sie werden auf der Webseite veröffentlicht. Der Kunde fragt über die Webseite an, was er als nächstes lesen kann, und erhält dazu eine persönliche Empfehlung innerhalb von 3 Arbeitstagen.

Dazu kümmert sich die Abteilung um 1500 Ehrenamtliche, die bei NYPL arbeiten. Sie werden hier geschult und der Einsatz wird koordiniert.

Die Schwellen zur Bibliotheksbenutzung immer wieder zu überprüfen und herabzusetzen, ist ein großes Thema für alle Bibliotheken, die ich besucht habe. So gab es letzten Herbst zum Schulanfang bei der NYPL am 19. Oktober eine Gebührenamnestie für alle Kinder- und Jugendlichen, damit möglichst viele die Bibliothek wieder benutzen können. Mehr dazu


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Die Digitale Spaltung überwinden

 

Basisangebote für den Erwerb digitaler Kompetenzen

Welchen Beitrag Bibliotheken zur Überwindung der digitalen Spaltung leisten können, war das Hauptthema meines Praktikums bei der Gates Foundation im Jahr 1999. mehr

19 Jahre später sieht die digitale Welt ganz anders aus, der „Digital Divide“ ist aber immer noch ein Thema, in den USA und bei uns.

Ich hatte Gelegenheit, mit Brian Franklin und Scott G. Allen (Direktor der Abteilung für Öffentliche Bibliotheken der ALA) bei der ALA zu sprechen, die sich um das Thema Digitale Lernangebote für Bibliotheken kümmert. Die amerikanischen Bibliotheken führen sehr viele Computer-, aber auch Sprach- und Integrationskurse durch. Dabei zeigte sich ein starker Bedarf an einfachen Lernmodulen zum Umgang mit Computern für Menschen, die hier gar keine oder nur sehr wenig Kenntnisse mitbringen. Oft sind das Menschen mit einem geringen formalen Bildungsstand, häufig ohne Schulabschluss oder auch solche, die beruflich nie mit Computern gearbeitet haben. Heute werden aber digitale Basiskenntnisse in nahezu allen Berufsfeldern gebraucht.

Da es auf dem E-Learning-Markt keine geeigneten Angebote für diese Zielgruppe gab, beschloss die ALA, selbst solche zu entwickeln. Dafür gab es Projektmittel. Das Ergebnis ist hier zu sehen.

Es sind kurze Lerneinheiten (Filme) von maximal zu Themen wie

  • Was ist ein Computer
  • Wie benutze ich eine Maus und eine Tastatur
  • Einfache Suche im Internet
  • Internet-Seiten zur Jobsuche
  • Ein Flugzeugticket buchen

Dazu gibt es jeweils ein Arbeitspapier.

Die Programme gibt es jeweils in Englisch und Spanisch.

Da sehr viele Bibliotheken Kurse mit eigenen Mitarbeitern durchführen, gibt es zu jedem Thema auch detailliertes Material für die Lehrkraft.

Die Programme wurden in enger Partnerschaft mit Bibliotheken erarbeitet. In einem weiteren Schritt werden sie für die Bibliotheken personalisiert. Bei der Chicago Public Library kann man das Ergebnis schon sehen.

Mehr über das Programm


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New Librarianship – Die Zukunft von Bibliotheken

Gespräch mit Miguel A. Figueroa, Head of ALA Center for the Future of Libraries

Das Zentrum für die Zukunft der Bibliotheken existiert seit Mai 2014.

Das Institut ist eine Ein-Personen-Institution. Miguel beschäftigt sich vor allem mit gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen außerhalb des Bibliothekswesens und prüft, was davon Relevanz für Bibliotheken hat.

Das Center hat folgende Aufgaben:

  • Identifikation relevanter gesellschaftliche Trends für Bibliotheken und für die Gemeinschaften (Auf der Webseite findet sich eine Sammlung wichtiger Trends. Hier werden Themen vom Grundeinkommen über Dronen, Gamification, Smart Cities und demografischer Wandel behandelt).
  • Förderung zukunftsweisender und innovativer Techniken, die Bibliotheken und Bibliothekaren helfen, ihre Zukunft zu gestalten
  • Verbindungen mit Experten und innovativen Denkern herstellen, um Bibliotheken dabei zu helfen, aufkommende Probleme anzugehen.
    Eine wichtige Person, die die Diskussion um die nachhaltige Zukunftsgestaltung und die Rolle von Bibliotheken stark beeinflusst, ist R. David Lankes. In seinen Werken über New Librarianship sieht er die neuen Aufgaben von Bibliothekaren darin, durch die Vermittlung von Wissen Gesellschaften zu verbessern.
    Wichtig: Es geht um Wissen (im Unterschied zu Information). Hier setzt ein neues Rollenverständnis von Bibliotheken an: Wissen zu erlangen erfordert Lernprozesse, und Bibliotheken müssen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen:
    Weg vom reinen Sammeln und Erschließen, hier zur aktiven Unterstützung von Lernprozessen und gesellschaftlichen Veränderungen.  Der Folgeband, The New Librarianship: Field Guide, versteht sich als Leitfaden für Bibliothekare, die ihren Beruf als eine Chance sehen, in ihren Gemeinden einen positiven Wandel herbeizuführen – Bibliothekare, die erkennen, dass es nicht mehr ausreicht, hinter einem Schreibtisch darauf zu warten, Kunden zu bedienen. Das Buch bietet Werkzeuge, Argumente und Quellen, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Für Menschen außerhalb des Bibliothekswesens hat David Lankes das Buch Expect more verfasst (wurde auch ins Deutsche übersetzt: Erwarten Sie mehr! Wir brauchen bessere Bibliotheken für eine immer komplexer werdende Welt.)
    Das Thema Nachhaltigkeit (Klimawandel, Armut, Ökonomischer Wandel, Bildung) berührt fast alle Zukunftstrends. Bei neuen Angeboten muss es immer darum gehen, diese nachhaltig zu gestalten. Die Menschen und ihre Gemeinschaften brauchen Unterstützung, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Hier liegt eine große Aufgabe für die Bibliotheken.

Die Arbeitsergebnisse werden in einem Blog weitergegeben. Hier werden neue Projekte beschrieben wie z.B. die Einrichtung von Laboren für Künstliche Intelligenz in Wissenschaftlichen Bibliotheken (und warum sie genau die richtigen Einrichtungen dafür sind).

Die Veröffentlichungen des Instituts stoßen auf großes Interesse bei den Bibliothekar*innen. Auf der Basis sollen Angebote und Dienstleistungen von Bibliotheken weiterentwickelt werden.

 


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Library welcomes everyone

Skokie Public Library leistet nachhaltige Bibliotheksarbeit im Speckgürtel um Chicago

Bei meinen Recherchen zu Bibliotheken in und um Chicago hat mich Artikel von Andreas Mittrowann über die Bibliothek in Skokie neugierig gemacht und ich habe sie besucht. Ich stoße ich hier auf eine Bibliothek, die über unglaubliche Ressourcen verfügt. Mit 67.000 Einwohnern umfasst das Budget 12 Mio $ (knapp 10 Mio €) und Personalressourcen von 111 Planstellen. Es gibt eine Zentralbibliothek und einen Fahrbibliothek. Das Gebäude umfasst 12370 qm (!), präsentiert einen Bestand von knapp 500.000 (!) Medien.

(Zum Vergleich: Die Stadtbibliothek Heilbronn hat bei einer fast doppelt so großen Einwohnerzahl ein Budget von 3 Mio € und 25 Planstellen die Hautpstelle hat eine Fläche von 3000 qm.)

Die Stadt steht vergleichsweise finanziell sehr gut da, weil sie durch zwei große Shopping-Center ein hohes Steueraufkommen hat. Die Grundsteuer, die Haupteinnahmequelle der Kommune, wurde seit 27 Jahren nicht erhöht.

Die Ausstattung der Bibliothek mit Arbeitsplätzen, Gruppen- und Veranstaltungsräumen ist überragend gut. Es gibt 10 kleinere und 2 größere Gruppenräume sowie einen großen Veranstaltungssaal, ausgestattet mit jeglicher Technik und einem Steinway-Flügel. Hier werden Filme gezeigt, aber auch Musikveranstaltungen und Lesungen durchgeführt. Der Saal wird nur von der Bibliothek bespielt. Das Veranstaltungsbudget beträgt ca. 800.000 $.

Die Bibliothek bietet 60 -70 PC Arbeitsplätze (ohne Katalog), dazu werden noch Notebooks ausgegeben. Die Ausleihe von WLAN-Hotspots und Chromebooks nach Hause ist möglich. Hier geht es darum, einen Beitrag zu Verminderung des „Digital Divide“ zu leisten.

Das Thema Nachhaltigkeit wird intensiv bearbeitet, es gibt eine Arbeitsgruppe mit dem Personal sowie mit Bürgerinnen und Bürgern. Daraus wurde ein Plan entwickelt, der vom „Board of Trustees“ verabschiedet wurde und der jetzt umgesetzt wird. Er umfasst Themen wie Beleuchtung, Recycling, Regularien für den Materialeinkauf. Dächer werden begrünt und der dazugehörige Garten z.Zt. neu gestaltet.

Skokie ist eine Kommune mit sehr hohe Diversität. Die Bibliothek macht daher ein breites Angebot im Bereich „English as a second language (ESL)“.

Die Bibliothek arbeitet seit einigen Jahren intensiv daran, ihre Angebote noch mehr an die Bedürfnisse der „Community“ anzupassen. Dafür gibt es einen „Manager of Community Engagement“. Als besonders wichtige Zielgruppen wurden Senioren, Einwanderer, Familien und Kinder sowie der lokale Handel identifiziert. Im Focus stehen dabei immer die sozial Schwächeren. So haben z.B. viele Senioren nur sehr niedrige Renten und sind daher auf die Angebote der Bibliothek angewiesen. Für Kinder gibt es freie Mahlzeiten am Nachmittag und in den Ferien, Diese Programm soll jetzt auch für Ältere ausgeweitet werden und finden im Rahmen des Programms „Skokie cares“, einer Kampagne zur Begrüßung und Unterstützung aller in Skokie lebenden Menschen, statt. Dies ist eine Kampagne im Rahmen des landesweiten SEED-Programms, an dem die Stadt Skokie und die Bibliothek teilnehmen. Das nationale SEED-Projekt ist ein professionelles Entwicklungsprogramm, das Gemeinschaften schafft , um den persönlichen und gesellschaftlichen Wandel in Richtung größerer Gerechtigkeit und mehr Vielfalt voranzutreiben. Einzelpersonen werden geschult und führen dann Seminare in ihren eigenen Institutionen und Gemeinschaften durch.

Außerdem machen sie sich sehr viel Gedanken darüber, wie sie die Zugänglichkeit (Accessability) der Bibliothek ausweiten können. Ziel ist es, so vielen Menschen wie möglich den Zugang zu einem Bibliotheksausweis zu geben. Dazu wurde z. B. auch die Gebührensperrgrenze sowie die Ausleih- und Verlängerungszeiten erhöht

Außerdem werden die Regeln soweit wie möglich vereinfacht und in einfacher Sprache kommuniziert. Gerade für Zuwanderer kann es sehr schwierig sein, die Spielregeln der Bibliothek zu verstehen. Die Regalbeschriftung (Dewey-Klassifikation) wird mit Bildern zum Sachgebiet ergänzt.

All diese Arbeit zahlt sich in hohen Nutzungs- und Besucherzahlen aus (820.000 Besuche /Jahr) und 2 Mio Entleihungen (Jahresbericht 2017).

Zur Zeit arbeitet die Bibliotheken an einem neuen  Raumkonzept.

 


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Bibliotheken müssen mehr für ihre Kommune in Sachen Nachhaltikeit tun

 

Gespräch mit Rebekkah Smith Aldrich (New York Library Association’s Sustainability Initiative Committee ) und Rebecca T. Miller (libraryjournal).

 

Diese Nachhaltigkeits-Initative des Bibliotheksverbands des Staates New York gibt es seit 2014.

Ihr Ziel ist es, Bibliotheken bei der Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen.

Nachhaltigkeit wird als Schnittmenge von Umweltfreundlichkeit, sozialer Gerechtigkeit und Bezahlbarkeit definiert.

Es gibt eine Roadmap für Bibliotheken, mit der sich die Bibliotheken ihre Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiten können.

Außerdem wurde ein Zertifizierungprogramm und ein Programm für „Agents of Change“ entwickelt.

Bibliotheken sollen sich zu Vorbildern und Trendsettern in Sachen Nachhaltigkeit in der Kommune entwickeln. Indem sie sich um ein Thema kümmern, dass die gesamte Kommune sehr stark betrifft, nehmen sie eine neue Rolle ein. Sie lernen so, wie sie mehr für die Kommune leisten können. Damit entsteht auch eine neu Sicht auf den Nutzen der Bibliotheken.

Die Initiative kümmer sich besonders auch darum, dass das Thema  „Nachhaltigkeit“ in der bibliothekarischen Ausbildung einen höheren Stellenwert bekommt.

 

Außerdem bietet sie Fortbildungen an.


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Bibliotheksentwicklung in D.C.

Washington: 620.000 Einwohner

D.C. Public Library, ein Bibliothekssystem mit 26 Standorten, arbeitet auf der Grundlage eines strategischen Plans. Dieser wird entwickelt auf der Grundlage von Bürgerbefragungen (Internet und per Telefon), Mitarbeiterbefragungen und Mitarbeiter-Fokusgruppen sowie Stadtteilversammlungen.

Leistungszahlen derzeit:
3 Mio Ausleihen
4,17 Mio Besuche

Angestrebt werden bis 2022:
Jährlich 5 Mio Entleihungen
5 Mio Besuche

Dies soll vor allem dadurch erreicht werden, dass die Bibliothekszweigstellen und die Zentrale Zug um Zug renoviert oder neu gebaut werden.

Die Bibliotheksarbeit wird an folgenden Hauptzielen ausgerichtet:

  1. Lesen
    Die Lesekultur stärken.
    Lesekompetenz stärken, neue Leser gewinnen und unterstützen.
    Hier sollen insbesondere Angebote für Erwachsene zur Stärkung der Lesekompetenz ausgebaut werden.
  1. Digitale Bürgerschaft: Die Einwohner Washingtons unterstützen mit dem Angebot an Technologie, Internetzugang und Computertrainings. Dementsprechende Bibliotheksangebote sind besonders wichtig für Senioren, die Afrikanisch-Amerikanische und die Latino-Bevölkerung.
  2. Stadtteilbibliotheken zu starken Nachbarschaftszentren entwikclen mit dem Focus auf bürgerschaftlichem Engagement und Lernen, Die Stadtteile stärken durch entsprechende Angebote, Programme, Hilfeleistungen und einer wachsenden Nutzung der Bibliothek als Ort.
  3. Örtliche Geschichte und Kultur durch den Ausbau entsprechender Bibliotheksbestände, Programme zur lokalen Geschichte und Kultur und zur Stärkung der Kreativität

Sowohl bei der Renovierung / dem Neubau von Bibliotheken als auch bei der Gestaltung der Angebote stehen die Nachhaltigkeitsziele stark im Fokus.