BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


Hinterlasse einen Kommentar

We do believe that information literacy makes the difference in the world!

Mit diesen schönen und wahren Worten wurde die European Conference on Information Literacy (ECIL) eröffnet. Nach Istanbul 2013, Dubrovnik 2014, Tallinn 2015, Prag 2016 und St. Malo 2017 findet sie 2018 zum 6. Mal in der mit 200.000 Einwohnern fünftgrößten finnischen Stadt Oulu statt. Vier Tage, 270 Teilnehmende aus 44 Ländern uind 180 Vorträge sind die statistischen Daten. Entscheidend ist aber, dass sich die ECIL-Teilnehmenden wie eine große Familie fühlen und sich intensiv über Forschung und Praxis austauschen. Dle Teilnehmendenzahl aus Deutschland ist leider wieder sehr überschaubar – das ist schade, denn wir brauchen den internationalen Austausch. Aber vielleicht liegt es in diesem Jahr daran, dass gerade eine Woche zuvor der Informationskompetenz-Tag Deutschland/Österreich/Schweiz in Bamberg stattgefunden hat.

Das Motto der ECIL 2018 ist „Information Literacy in Everyday Life“. Die Vorträge decken ein breites Spektrum, mein Schwerpunkt war heute die Förderung von Informationskompetenz in Hochschulen und Schulen. Auch im von uns oft als Vorbild angesehen Finnland fehlt der Begriff „Informationskompetenz“ in Nationalen Kerncurriculum für Schulen. Eine Studie hat ergeben, dass viele Lehrerinnen und Lehrer kein umfassendes Verständnis von Informationskompetenz haben. Problematisch ist auch, dass „Information Literacy“ als „Informationen-Lesefähigkeit“ ins Finnische übersetzt wird.

Werbeanzeigen


Hinterlasse einen Kommentar

Empfang in der Residenz des Deutschen Botschafters

Ein weiteres Highlight der IFLA-Woche stellt in jedem Jahr der Empfang in der Residenz des Deutschen Botschafters vor Ort dar. Um dort hin zu gelangen trafen sich nach dem Ende der General Assembly einige deutsche Kollegen, um gemeinsam den Weg dorthin zu Fuß zu finden. Ein Teil des Weges war kurz hinter dem KLCC noch gut sichtbar mit IFLA-Bannern „beschildert“.

 

Beschilderung in der Nähe des Kongresszentrums
Bild: S. Stummeyer

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Universelles Design für Bibliotheken

In der Session “What is universal design for libraries?” der Sektionen Library Services to People with Special Needs, Public Libraries und Library Services to Persons with Print Disabilities ging es um die Notwendigkeit von Zugangsmöglichkeiten in Bibliotheken für alle Menschen, unabhängig von Alter, Größe oder Behinderung. Denn Bibliotheken sollten als öffentliche Orte für alle Menschen zugänglich sein, ohne Barrieren oder Beschränkungen. Universelles Design bedeutet im Gegensatz zu inklusivem Design, dass es keine separaten oder nachträglichen Lösungen – beispielsweise für Menschen mit Behinderungen – gefunden werden müssen, sondern es von Beginn an so geplant wird, dass möglichst alle Menschen davon profitieren. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Konferenzende

Mit der Closing Session endet der diesjährige World Library and Information Congress 2018 in Kuala Lumpur. Dies ist ein offizieller Abschluss mit vielen Reden, Würdigungen und Preisverleihungen. Des weiteren wird schon Werbung für den kommenden Kongress in Athen gemacht und der Kongressort für 2020 offiziell bekanntgegeben – es ist Auckland in Neuseeland.

Damit endet auch meine erster IFLA-Kongress. Am Tag darauf stehen noch Bibliotheksbesuche an, auf die ich sehr gespannt bin und dann geht es auch schon wieder Richtung Berlin.

IMG_4753

Ich bedanke mich herzlich bei BII International und meinem Arbeitgeber Die Bibliothek Wirtschaft & Management an der TU Berlin, die mir die Teilnahme ermöglicht haben. Und ein besonderer Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen aus Malaysia, die uns so herzlich empfangen und immer gutgelaunt und mit einem Lächeln alle Fragen beantwortet haben.

Die Konferenzteilnahme war eine großartige Erfahrung und eine persönliche Bereicherung für mich. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich alle Ideen und Informationen sortiert und aufgeschrieben habe.

Terima kasih!


Hinterlasse einen Kommentar

Lightning Talks 2

IDP workathon mobile services: A possibility!

Adetoun Oyelude gibt eine kurze Einführung, wer mit Internally Displaced Persons (IDP) gemeint ist. IDP sind Menschen, die durch verschiedene äußere Umstände gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen und daraus resultierend psychische und physische Beeinträchtigungen erfahren. IMG_4663

Sie ruft dann eindringlich dazu auf, diesen Menschen durch Bibliotheksangebote zu helfen und nennt einige Beispiele für mögliche Hilfsangebote.

IMG_4666

 

Iraqi libraries after ISIS

In diesem Lightning Talk berichtet Hussein Adil Hasan über die Vernichtung ganzer Bibliotheken im Irak durch die ISIS Milizen. Diese nutzten z.B. Bibliotheken als Quartiere und verbrannten die Bücher, um sich am Feuer zu wärmen. Somit sind viele bedeutende und wichtige Bestände in Irakischen Bibliotheken verloren und damit auch ein Teil der Irakischen Kultur und Geschichte. Hussein Adil Hasan stellt dann das Projekt der Digitalizierung von irakischen Büchern vor. Ziel ist es, die Kultur und Geschichte auf anderem Wege als in gedruckten oder geschriebenenBüchern aufzubewahren und somit sicherzustellen, dass  es nie wieder zu solch einem großen Verlust von Kulturgütern im Irak kommt. Angefangen haben sie im Projekt mit „selbstgebastelten“ Stationen mit Digital-Kameras, inzwischen wird mit professionellen Buchscannern gearbeitet.

IMG_4672

 

Mir gefällt das Format der Lightning Talks sehr gut. In kurzer Zeit erhalte ich Input zu den verschiedensten Themen und somit auch Ideen, womit ich mich noch tiefer oder genauer beschäftigen möchte.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Zu Besuch in der Nationalbibliothek von Malaysia

Perpustakaan16

Das von der UNESCO zertifizierte Manuskript des malayiischen Epos Hikayat Hang Tuah.

Im Rahmen des WLIC 2018 hatten alle Delegierten die Möglichkeit, die 1972 gegründete Perpustakaan Negara Malaysia (PNM) zu besuchen. Natürlich habe ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen – denn wie häufig kommt man schon nach Malaysia? Und ich habe die Entscheidung keine Sekunde bereut, denn nicht nur waren die Mitarbeiter*innen, die uns durch die verschiedenen Abteilungen führten, wahnsinnig engagiert und freundlich, es gab auch allerlei Beeindruckendes zu sehen. Kommen Sie mit auf eine Stippvisite!

Weiterlesen