BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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Wahr oder falsch? Naturwissenschaften in den Medien

Die Plenary Sessions bei IFLA-Weltkongressen sind üblicherweise nicht bibliothekarischen, sondern allgemeinen gesellschaftlichen Themen gewidmet. Und so sprach heute Morgen Prof. Ewa Bartnik vom Institut für Genetik und Biotechnologie der Universität Warschau in einem brillanten Vortrag über die Darstellung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse in den Medien und die Verzerrung, die damit oft einhergeht.  Weiterlesen

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IFLA Standing Committe Information Literacy

Heute war die Veranstaltung, wegen der ich eigentlich zum IFLA World Library and Information Congress gekommen bin: Die zweite Sitzung des Standing Committee Information Literacy. Wir haben uns ein großes Arbeitsprogramm vorgenommen, u.a

  • eine Prekonferenz vor dem IFLA-Kongress 2018 in Kuala Lumpur besonders zum Netzwerken mit den Kolleginnen und Kollegen aus Asien
  • eine gemeinsame Session mit der IFLA Theory & Research Group beim IFLA-Kongress 2018
  • die Stärkung der Zusammenarbeit mit der Global Alliance for Partnerships on Media and Information Literacy (GAPMIL) der UNESCO.

In der Diskussion über die Kommunikationsstruktur wurde sehr deutlich, wie stark sich die Verwendung sozialer Medien weltweit unterscheidet.  WhatsApp, Facebook und Twitter sind nicht in allen Ländern verbreitet oder frei zugänglich.

Ein Zitat aus der Sitzung  gefällt mir sehr gut -das Motto kann immer wieder angewandt werden: Just keep doing things until someone says you can’t.

Zum Nachdenken noch eine Information aus der Session der IFLA-Gruppe Freedom of Access to Information and Freedom of Expression (FAIFE): 35% der Weltbevölkerung haben keinen freien Zugang zum Internet und 29% nur teilweise freien Zugang. Das macht doch sehr deutlich, wie wichig der weltweite Einsatz für den Zugang zur Information und die Möglichkeit zur Bewertung von Information (Informationskompetenz) ist.

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Grübeln über Informationsethik

Die Bibliotheks-Agenda geht für mich schon um 8 los: Business Meeting im FAIFE (Freedom of Access to Information and Freedom of Expression) – Kommittee. Ich bin hier Gast.

Auf der Agenda steht die Planung für Arbeit des Kommittees in den nächsten 2 Jahren des  u.a. „Equitable Access to Information“, „Privacy and personal data security“, „Censorship including self-censorship“. Wir tauschen uns zu den Themen schon einmal aus. Beim „Privacy“-Thema kommen wir schnell zum Thema der Speicherung der Nutzerdaten: Wo, wie lange, unter welchen Bedingungen. Klar, dass es dafür keine einheitlichen internationalen Regeln geben kann, wird ja schließlich durch nationales Datenschutzrecht bestimmt. Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang auch die Frage der Möglichkeit des Zugriffs und der Verbreitung dieser Daten. Ein Teilnehmer ist sich nicht einmal sicher, ob Informationen über Ausleihen (z.B. Prominenter) aufgrund von Informationszugangsregeln an die Medien herausgegeben werden müssen. Finde ich absurd. Was aber nicht absurd ist: Staatlicher Zugriff auf Ausleih- und Nutzungsdaten bei Bibliotheks-Accounts z.B. bei Email- und WLAN-Nutzung. Das ist auch in Deutschland unter dem Stichwort Vorratsdatenspeicherung ein brennendes Thema, auch wenn die VDS jetzt gerade erst einmal auf Eis liegt. Dass Ungarns Regierungsschef Orban die Daten aller Bürger inkl. Bibliotheksdaten in einen großen, von allen Behörden abrufbaren Datentopf schmeissen will, wirft noch einmal ganz andere Überlegungen auf. https://netzpolitik.org/2017/orban-will-den-ganz-grossen-datentopf/

Mit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung kommen einige Änderungen auf uns zu, deren relevantesten Aspekte die wir von Seiten der dbv-Rechtskommission in den nächsten Monaten an die Bibliotheken vermitteln werden.

Beim Thema Censorship wird über (verbale) Angriffe auf Bibliothekare wegen der Anschaffung bestimmter politischer Literatur berichtet. Zensur ist auch eine der Bedrohungen, die mit dem „End of ownership“  größer werden: Wenn Bibliotheken ihre Bestände gar nicht mehr unter eigener Kontrolle haben, sondern über Netze auf Verlags- und Forschungsressourcen zugreifen, ist die Informationsversorgung der Manipulation durch „the man in the middle“ stärker augesetzt. Das können staatliche Dienste oder auch Unternehmen sein, die den Zugriff auf bestimmte Inhalte verhindern wollen, sei es z.B. aus politischen oder auch Urheberrechtsgründen.

Auf dem Gang unterhalte ich mich mit einer Polnischen Anwältin über die drohende staatliche Beeinflussung von Bildung und Bibliothekssektor. Nach dem Austausch von Polnischen Theater – und Rundfunkdirektoren aus politischen Gründen hält sie auch einen  Zugriff auf die Wissenschaft und Informationsversorgung nicht für ausgeschlossen.

 


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Lost in Abbreviations

Wer um halb neun an Deck sein kann, schafft auch acht Uhr, denke ich, und bin tatsächlich am Dienstag früh pünktlich (noch nicht einmal der Kaffeewagen auf dem Food Court hat geöffnet!) bei der zweiten Session des Standing Committee Theory and Research. Für mich ist es die erste SC-Sitzung überhaupt, die ich als Zaungast verfolge. Weiterlesen


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It Takes a Community to Raise a Reader!

Fast alle Sessions hier auf der IFLA bestehen aus einer ganzen Reihe an Vorträgen zu einem Themenkomplex. So auch die spannende Veranstaltung „Literacy Matters: It Takes a Community to Raise a Reader – Building a Nation of Readers and Creating a Reading Culture – Literacy and Reading, Public Libraries, School Libraries“ die heute um 9.30 Uhr in der schönen Jahrhunderthalle in Breslau stattgefunden hat.

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