BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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First Timer’s Schedule

Es ist nicht einfach für Neulinge, einen Überblick über die IFLA Conference zu gewinnen und eine Auswahl für die eigene Agenda zu treffen. Da ich nicht im Auftrag meines Arbeitgebers hier bin und BIB die Vorgaben für Blogger sehr offen hält, liegt die Qual der Wahl ganz bei mir. Inzwischen habe ich schon an einigen Opening Events teilgenommen und nach intensivem Studium des Programms und einigen Gesprächen mit „Regulars“ einen ungefähren Fahrplan. Hier ist er:

  • Opening und Closing Events besuchen, und natürlich die IFLA Highlights Session „Five Days in Forty-Five Minutes?“
  • an den wichtigen Special Sessions zu zentralen IFLA-Themen wie Global Library Vision teilnehmen
  • das deutsche Bibliotheks- und Informationswesen betreffende Veranstaltungen eher für den nächsten Bibliothekartag aufheben
  • an mindestens einer Arbeitssitzung zu einem Thema oder Land teilnehmen, mit dem ich mich überhaupt nicht auskenne (z. B.: The Role of Women Farmers in Sustainable Agricultural Development)
  • an mindestens einer Veranstaltung zu meinem Steckenpferd qualitative User Studies mit ethnografischen Methoden teilnehmen
  • die Keynote „The Polish Way to a Digital Market“ nicht verpassen
  • die Poster Session besuchen. Vorher auf der IFLA Website checken, welche der rund 200 Poster ich sehen will!
  • für meine Verbandstätigkeit beim Berliner dbv laufend im Auge behalten, wie Verbandsarbeit auf der IFLA ausseht vorgestellt wird
  • und auf der privaten Agenda: unbedingt einmal im Jugendstilschwimmbad in der Ul. Teatralna schwimmen gehen – hey, wenn ich jetzt losgehe, hat es noch lange genug geöffnet. – Tschüss und bis morgen!
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Willkommen in Wroclaw!

Mit 30 Minuten Verspätung aus Görlitz am Bahnhof in Wroclaw angekommen. 30 Grad Hitze. Kampf mit dem Ticketautomaten für den ÖPNV. Mit einmal Umsteigen im Hotel angekommen. Jetzt schnell noch zum Kongressgelände und zur Registrierung! Wieder Bus und Tram – der Bus hat Verspätung, die Tram sieht man nur noch von hinten. Um 20 nach sechs endlich die Centennial Hall, die Türen stehen weit offen – aber die self printing counter im Registrierungsbereich zeigen nur noch ein Stoppschild. Da kommt vom Tresen gegenüber eine freundliche Stimme: „Ich bin ja noch hier, da kann ich Ihnen auch Ihre Karte geben!“ Willkommen in Wroclaw!


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Audiovisuelles und Multimedia

Die IFLA Sektion Audiovisuelles und Multimedia (AVMS) tagte auf dem World Library and Information Congress WLIC 2017 in Breslau passenderweise in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zentrum Audiovisuelle Technologien – Centrum Technologii Audiovizualnych. Weiterlesen


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Wroclaws Bekenntnis zu Weltoffenheit

Immer wieder denke ich an die Rede des Bürgermeisters von Wroclaw beim Closing Event des IFLA WLIC 2017 zurück. Sein klares Statement gegen Nationalismus und für Weltoffenheit wurde zwar oft getwittert, aber ich muss es hier noch einmal aufschreiben:

„I love everything about national culture“, ruft Rafal Dutkiewicz, und fügt nach einer Pause  hinzu: „But I hate everything about nationalism!“ Die IFLA-Delegierten erheben sich zu stehenden Ovationen. Als der Beifall abebbt, setzt der Bürgermeister energisch hinzu:  „Nationalism is like stinking sweat that has to be washed off!“

Ein klares Bekenntnis,  das deutlich macht, das der Weltkongress der Bibliothekare nicht nur eine wirtschaftliche Bedeutung für Wroclaw hat, sondern auch eine politische. Wie schön, heute in Polen solche Worte zu hören.


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Öffentliche Bibliotheken in Wroclaw

 

Bibliothek im Hauptbahnhof

Am letzten Tag dieser wunderbaren Konferenzwoche nehme ich noch an einer Halbtagstour zu drei Öffentlichen Bibliotheken in Wroclaw teil. Sie beginnt in der Bibliothekszweigstelle im Hauptbahnhof, die erst vor Kurzem in der früheren Wohnung des Bahnhofsvorstehers eröffnet wurde. An den Wänden sind die behutsam erhaltenen Reste der Wandbemalungen aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, der Bauzeit des Bahnhofs zu sehen, hinter der Theke das großes Foto einer Bahnhofsuhr. Neben den viel beschworenen Wohnzimmerqualitäten hat die Bibliothek auch eine Bibliotheksküche zu bieten, die etwa für Kinderveranstaltungen mit Übernachtung genutzt wird.  Zum attraktiven Raumangebot zählt auch eine Terrasse mit Blick auf den  Bahnhofsvorplatz (s. Foto) und die schönen Fin de Siècle-Hotels auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Fünf Mitarbeiter sind in der Zweigstelle tätig, die natürlich gern auch für Reisende zur Verfügung steht – leider mit recht eingeschränkten Öffnungszeiten (24 Stunden an vier Öffnungstagen  pro Woche). Die Bibliothekarin zeigt eine Präsentation über das vielfältige Medien- und Programmangebot des Bibliothekssystems Wroclaw und der Zweigstelle im Bahnhof, auf deren umfangreiche Manga-Sammlung sie besonders stolz ist.  Datenbankangebote und die Ausleihe von Kindle-Reader machen auch Onlineangebote zugänglich.  Weiterlesen


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Tschüss, Wroclaw!

Der Kongress ist beendet, und wir hatten eine wunderbare Woche in Wroclaw: Wir durften spannende und inspirierende Vorträge hören, haben alte und neue KollegInnen getroffen und tolle Gespräche geführt.

Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung von BI International, die uns die Reise nach Wroclaw ermöglicht hat.

Tschüss, Breslau, und hoffentlich auf bald in Kuala Lumpur,

Julia Boltze, Sebastian Schultheiß & Sonja Rosenberger