BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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Datenanalyse und Informationstechnologie – können wir uns das leisten?

Das Thema Daten taucht auf dem WLIC 2016 täglich und an vielen Ecken auf. Mit welchen Daten haben Bibliotheken eigentlich zu tun und was sollen sie mit ihnen tun? Die Vorträge reichen von Linked Open Data über Big Data hin zu Geospatial Data und den immer wiederkehrenden Metadatenstandards. Alle Bibliotheken müssen sich damit beschäftigen, einige zeigen aufwändige Anwendungen mit kommerziellen tools. Braucht man denn immer große finanzielle Ressourcen um innovative Projekte in diesem Bereich durchzuführen?

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Verpassen wir den Anschluss oder helfen wir mit, das Internet neu zu gestalten?

Das Internet verändert sich drastisch, weg von dem bisher bekannten hin zu einem semantischen Netz, das ähnliche Daten verbindet. Folgende These wurde vom keynote speaker, Eric Miller, am Montag Nachmittag, verfochten: Wenn Bibliotheken es nicht schaffen Teil dieser Veränderung zu sein werden sie zurückgelassen. Wenn sie jedoch von Anfang an Teil dieser Veränderung des Netzes sind, können sie an Einfluss gewinnen. Dies war bei der Session zur Auffindbarkeit von Audiovisuellen Daten durch die Nutzung von linked open data in Bibliotheken.

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Interview mit Detlef Pfeifer, Bibliothekar am Goethe-Zentrum in Windhoek, Namibia

Am letzten Tag der Konferenz treffen wir Detlef Pfeifer, der seit mehreren Jahren am Goethe-Zentrum in Windhoek, Namibia, als Bibliothekar arbeitet. In diesem Interview vermittelt er spannende Eindrücke von seinem Leben und seiner Arbeit dort. Weiterlesen


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Besuch in den Gefängnissen Goodwood und Drakenstein in Kapstadt

Waren Sie schon einmal im Gefängnis? In Deutschland hatte ich bisher nicht das „Vergnügen“. Dies konnte ich in Südafrika gleich doppelt nachholen. Der Zufall wollte es, dass ich im Juli mit Gerhard Peschers, Gefängnisbibliothekar in der JVA Münster, ins Gespräch kam. Gerhard, gut vernetzt in der Gefängniswelt, hatte im Vorhinein über das Goethe-Institut in Johannesburg zwei Besuche in Gefängnisbüchereien in Absprache mit der Strafvollzugsbehörde arrangieren können und organisierte es auch, dass ich ihn begleiten durfte.

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Empfang in der Residenz des Deutschen Botschafters

Am gestrigen Abend luden das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland und das Goethe-Institut Johannesburg in die Residenz des deutschen Botschafters in Südafrika. Bei Speis und Trank konnten sich die deutschsprachigen KollegInnen in dem schönen Ambiente der Residenz austauschen.


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Häkeln für den Frieden in Südafrika

Das Spannende an einem WLIC ist, dass sich einem die Möglichkeit bietet, über den Tellerrand des fachlich-bibliothekarischen zu blicken und Eindrücke des Gastlandes zu sammeln. Dies kann beim Herumschlendern durch die Straßen geschehen, beim Gedankenaustausch mit Einheimischen, aber auch, wer hätte das gedacht, in der Ausstellungshalle des Kongresses. In dieser kam ich gestern mit Carolyn Steyn ins Gespräch, die, wie sich herausstellte, die Gründerin von 67 Blankets for Nelson Mandela Day ist. Weiterlesen


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Konferenz: Person in digital environment. Is reading different in the 21st century? 21.-23. April in Valmiera, Joint Library, Lettland – Tag 3

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Am dritten Konferenztag steht eine Exkursion auf dem Programm. Wir werden von einem kleinen Bus am Hotel abgeholt und fahren durch endlose Birkenwälder.

In Lettland ist die Bevölkerungsdichte sehr gering. So wurden in den 90er-Jahren die kleinsten Dörfer administrativ zusammengelegt. Die jeweiligen Mittelpunktdörfer jedoch erhielten eine ungewöhnlich professionelle und gut ausgebaute Infrastruktur (v.a. Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Krankenversorgung, VHS etc.). Wir erfahren, dass gerade die kulturelle Infrastruktur sehr gut ausgebaut ist. Dennoch wandern viele (junge) Menschen ab/aus, da es zu wenige Arbeitsplätze gibt.

 

  1. Evele Parish Library:
  • Eigentlich 500 Einwohner, 200 davon leben dort, wo es Arbeit gibt (Ausland)
  • Empfang mit einem Kinderlied „Der Kuckuck und der Esel“ auf Deutsch
  • Bibliothek ist ungewöhnlich rege: Schreibwettbewerbe, Vorlesen, größere Projekte, bei denen die Literatur ein Teil davon ist (z.B. Bienen-Projekt)
  • Gute PC-Ausstattung
  • Bibliothek hat gleichzeitig den Auftrag, lokale Geschichte/Geschichten zu sammeln => Bibliothekarin ist auch Historikerin
  • Ausstellung von regionalen Handarbeiten

 

Verabschiedet werden wir von einem Teil des örtlichen Chors mit dem Lied „Griechischer Wein“ auf Lettisch. Wir sind sehr beeindruckt von der Vielzahl kultureller Ereignisse in der kleinen Bibliothek und der Verbundenheit der Menschen vor Ort mit ihrer Kultur.

 

  1. Rujiena Library
  • Empfang durch den Bürgermeister, Präsentation über den Ort (ca. 3.300 Einwohner, Einzugsgebiet: 6000 Ew).
  • Grenzgebiet zu Estland
  • Vorhanden sind: Musikschule, Kunstschule, VHS, Bibliothek, Orchester
  • In der Bibliothek arbeiten vier Bibliothekarinnen. Interessante Ausgestaltung durch Designstudent (v.a. in Jugendabteilung)
  • Gute PC-Ausstattung
  • Lokale Kunstausstellungen in den Bibliotheksräumen

 

  1. Mazsalaca Library
  • oben: kleines Städtchen mit erstaunlicher Infrastruktur (Kindergarten, Bibliothek, Krankenhaus …)
  • Bibliothek: Hauptamtlich geführt, zunächst fällt die helle und kräftige Farbigkeit der Räume auf. Mehrere fachlich ausgebildete Mitarbeiterinnen
  • Wir bekommen Birkensaft (im Frühling direkt von Birken gezapft)
  • Sehr guter Bestand, Zusammenarbeit mit Schulen

 

Männer ergreifen den Beruf des Bibliothekars äußerst selten.

Auf dem Land gibt es fachliche Nachwuchsprobleme, die jungen Menschen möchten lieber in der Stadt wohnen.

 

Zusammenfassung:

  • Die kulturelle Infrastruktur (bibliothekarischer Bereich: Ausstattung und hauptamtliche Führung) auf dem Land und in Kleinstädten ist beeindruckend
  • Dennoch kämpfen die Regionen mit Bevölkerungsschwund
  • Bibliotheken haben auch die Aufgabe, lokale Geschichte zu sammeln und aufzubereiten (auch Valmiera)
  • Schulbibliotheken sind auch sehr gut ausgestattet (Medien und Personal)
  • Die Bibliothekarinnen leisten herausragende Arbeit mit Programmen, die auch bei uns als zeitgemäß durchgeführt und wahrgenommen werden.

 

 

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(Autorinnen: Anja Flicker, Anne Reimann)