BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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Ein Streifzug durch den IFLA-Weltkongress 2015 in Kapstadt – Eindrücke der BII-Nachwuchsstipendiaten

Als Vorlage für dieses Blogposting dient ein Artikel aus der Zeitschrift  „BuB Forum Bibliothek und Information„, der in der Ausgabe 11/2015 veröffentlicht wurde.


IFLA-Eröffnungszeremonie - Mzansi Youth Choir

IFLA-Eröffnungszeremonie – Mzansi Youth Choir

Ein Samstag Mitte August 2015 in Kapstadt: Unzählige Touristen machen sich mit der Fähre vom restaurierten Werft- und Hafenviertel auf den Weg zu Robben Island, um auf der früheren Gefängnisinsel die ehemalige Einzelzelle Nelson Mandelas zu besichtigen. Während die Sonne auf den Tafelberg strahlt und der Atlantik winterlichen Wind in die Stadt bringt, beginnt im nahe gelegenen International Congress Center der IFLA-Weltkongress.

Mit dabei sind auch wir, das diesjährige Nachwuchsstipendiaten-Team von Bibliothek & Information International – allesamt Neulinge auf dem internationalen Parkett der IFLA und voller Neugier auf die anstehende Kongresswoche. Gemeinsam mit zwei Orientierungsstipendiatinnen sowie Delegierten verschiedener Gremien und Verbände ist es unsere Aufgabe, für die Bibliothekscommunity in Deutschland vom Kongress zu berichten. Ein subjektiver Rückblick.

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WLIC 2015 – Cape Town, Südafrika: Sawubona!

Wie jedes Jahr im August findet der Weltkongress Bibliothek & Information der IFLA in einem anderen Teil der Welt und unter einem anderen Motto statt: Kapstadt war in diesem Jahr das Ziel von gut 3.190 Teilnehmern – davon 120 deutschsprachige Teilnehmer – aus 112 Ländern!
Sawubona ist ein Wort in Zulu und bedeutet ‚Herzlich Willkommen‘. Isi Zulu (23,8%) ist neben isi Xhosa (17,6%), Afrikaans (13,3%), sePedi (9,4%) und English (8,2%) eine der 11 Amtssprachen, die in Südafrika gesprochen werden.
IMG_1243In diesem Kontext verwundert es nicht, dass viel von dem südafrikanischen Leseförderungsprojekt PRAESA die Rede war, dem diesjährigen Preisträger des Astrid Lindgren-Gedächtnispreises. Die 1992 in Kapstadt gegründete Organisation „Project for the Study of Alternative Education in South Africa“ (PRAESA) bringt Menschen zusammen und erweckt Literatur in vielen Sprachen zum Leben. Lust auf Literatur macht Praesa mit Leseclubs in Kapstadt und anderen Städten, die Geschichtenerzählen mit Lesen, Singspielen und Inszenierungen verbinden. PRAESA publiziert unter anderem “Little Hands books”, eine Reihe mit Texten in verschiedenen afrikanischen Sprachen. Weitere Informationen zu PRAESA unter http://www.praesa.org.za/. Live erleben konnte ich Nal’ibali (“here’s the story”) während der Bibliothekserkundung in Masiphumelele (http://masiplib.blogspot.de/). Seit 1992 leben die Familien in sogenannten „Shacks“, Hütten aus Pappe und Wellblech. Eine medizinische Versorgung ist nur rudimentär vorhanden, 30 Prozent der Bewohner sind an Aids erkrankt. Alkohol und Gewalt spielen eine große Rolle, mehr als 70 Prozent der 40 000 Bewohner sind arbeitslos. Aber die Menschen geben nicht auf: Heute gibt es in Masiphumelele eine Tagesklinik, eine Grund- und Oberschule, ein Sportgelände, ein Jugendzentrum, private Stiftungen wie Hoksia und eine ganz wunderbare Bibliothek, die mit einer Vielzahl an Angeboten, Kursen und großer NGO-Unterstützung für Hoffnung sorgen. Mehr Infos unter http://nalibali.org/). Ein tolle Initiative ist zudem das in zahlreichen Sprachen erhältliche ‚Children’s literacy rights poster‘ auf der Website.

The World through Picture Books – Bilderbücher aus aller Welt
Ziel des IFLA-Projekts, das unter der Leitung der IFLA-Sektion „Kinder- und Jugendbibliotheken“ und mit Unterstützung der IFLA-Sektion Literacy and Reading und des International Board on Books for Young People (IBBY) durchgeführt wurde, war es, eine kommentierte Liste mit Bilderbuchempfehlungen von Bibliothekaren aus der ganzen Welt zu erstellen. Die Neuauflage des Katalogs und ein Plakat können unter www.ifla.org im pdf-Format gratis heruntergeladen oder gegen Gebühr als Druckwerk bestellt werden.

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Systematic – Public Library of the Year Award 2015: Kista Public Library, Schweden
Auf der IFLA-Jahrestagung haben die Dänische Agentur für Kultur und die Softwarefirma Sytematic in Kooperation mit dem Weltverband der Bibliotheken IFLA die schwedische Kista Public Library als internationale Bibliothek des Jahres ausgezeichnet. “Schweden hat die beste öffentliche Bibliothek, wenn es nach Architektur, Innenraumgestaltung, der Nutzung digitaler Technologie sowie der lokalen Bürgerbeteiligung geht”, so die Jury. Insgesamt waren fünf Bibliotheken aus Spanien, Kenia, Australien, Neuseeland und Schweden nominiert. Link: http://modelprogrammer.kulturstyrelsen.dk/en/news-events/public-library-of-the-year-award-2015/#.Vga9_33CuYk. Fotoimpressionen hier: https://www.flickr.com/photos/stockholms_stadsbibliotek/sets/72157646602157123

Incoming, outgoing members, President-Elect – in der IFLA scheint viel in Bewegung zu sein. Meine erste Amtszeit als ‚incoming Standing Committee Member‘ der IFLA-Sektion “Literarcy and reading“, kurz LiR, ist offiziell gestartet. Neues aus der LiR: Zurzeit ist die ‚Literacy matters‘ Kampagne in Planung sowie die Revision der ‚Guidelines for Library-based Literacy Activities‘. Aktuelle Infos unter: http://blogs.ifla.org/literacy-reading/

IMG_1281Es gibt ein Wort in Südafrika – Ubuntu: Wir alle sind miteinander verbunden, ohne dass es das Auge erkennt. Ein bisschen mehr ‚Ubuntu‘ auch für Europa – das Potential von Gemeinschaft und Verbundenheit nutzen – gerade in Zeiten vieler Flüchtlinge, die auf der Suche nach einem friedvollen Leben sind. Diese Hoffnung bringe ich in meinem ganz persönlichen Reisegepäck mit nach Hause.

Ohne Mithilfe wäre eine ehrenamtliche Sektionsarbeit nicht möglich: Ganz besonderen Dank gilt der BI International und den Bücherhallen Hamburg für die finanzielle und kollegiale Unterstützung und Sabine Uehlein (Stiftung Lesen), der ich als neues Sektionsmitglied der LiR nachfolgen durfte.

See you in O – H – I – O!


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Ein Vormittag in einer Kapstädter Schulbibliothek

Dass eine gute Schulbibliothek massiv zur Förderung der Lese- und Lernkompetenz beiträgt, ist unumstritten. Trotzdem ist es in Deutschland noch nicht selbstverständlich, dass jede Schule mit einer Bibliothek und der dazugehörigen Fachkraft ausgestattet ist.

Doch was ist eine gute Schulbibliothek? Sie liegt an einem zentralen Ort in der Schule. Sie bietet den Schülern nicht nur ideale Bedingungen zum Arbeiten, sondern ist zugleich sozialer Treffpunkt und Ruheort. Sie wird von den Schulklassen zusammen mit ihren Lehrkräften besucht. Und, ganz wichtig: Dort können Schüler mit einer engagierten Bibliothekskraft rechnen, die beim Suchen hilft.

Eine solche Bibliothek habe ich besucht. In der Deutschen Internationalen Schule Kapstadt.

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Bibliotheken: Ein Aufruf zum Handeln. Nächste Schritte

In der jährlichen Veranstaltung für die Vertreter von nationalen Bibliotheksverbänden, die am 18. August stattfand, wurden verschiedene Schwerpunkte der IFLA Arbeit vorgestellt. Im Mittelpunkt stand auch hier der Strategieentwurf der IFLA, der an verschiedenen Tischen mit der Frage diskutiert wurde, welche der dort genannten Schlüsselinitiativen die Verbände für sich selbst, aber auch welche sie für die IFLA als am relevantesten ansehen. IFLA-Präsidentin Donna Sheeder erläuterte ihr Thema „Libraries: a Call for Action“ und die nächsten Schritte. Weiterlesen


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Bibliotheken: Ein Aufruf zum Handeln

Um erfolgreich in einer sich rasch verändernden Welt zu sein, müssen Bibliotheken und Informationsfachleute die Vorteile und Chancen der gegenwärtigen Trends aufgreifen. Die Veranstaltung unter dem Motto „Libraries: A Call to Action“ der mittlerweile neuen IFLA- Präsidentin Donna Sheeder am 20. August, begann mit kurzen Impulsvorträgen aus den USA, Namibia, Singapur und Uruguay über die nationalen Strategien und Taktiken, die eingesetzt wurden, um sicherzustellen, dass Bibliotheken in den nationalen Entwicklungsplänen, beim Urheberrecht und anderen Themen mit dabei sind. Weiterlesen


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Interview mit Detlef Pfeifer, Bibliothekar am Goethe-Zentrum in Windhoek, Namibia

Am letzten Tag der Konferenz treffen wir Detlef Pfeifer, der seit mehreren Jahren am Goethe-Zentrum in Windhoek, Namibia, als Bibliothekar arbeitet. In diesem Interview vermittelt er spannende Eindrücke von seinem Leben und seiner Arbeit dort. Weiterlesen