BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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Mehr Nachhaltigkeit für Bibliotheken

ENSULIB steht für Environment, Sustainability and Libraries und ist eine Special Interest Group mit dem Ziel, Themen wie den Effekt des Klimawandels auf Bibliotheken, das Anwenden umweltfreundlicher Praktiken oder das Wecken eines Umweltbewusstseins innerhalb der Bibliothekscommunity zu adressieren.

Natürlich ist ENSULIB auch auf dem IFLA WLIC 2017 in Breslau mit einigen Veranstaltungen vertreten, u.a. finden statt, „Libraries‘ Commitment to the UN 2030 Agenda for Sustainable Development“ am 21.8. und „More than Green: Sustainability of Practice – Public Libraries & the 2030 United Nations Agenda“ am 23.8..

Für mehr Informationen besuchen Sie die Webseite:

https://www.ifla.org/about-environmental-sustainability-and-libraries


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Büchertausch auf dem IFLA WLIC

Genau wie an vielen Standorten in Berlin, kann man auch auf dem IFLA WLIC 2017 in Breslau eine BücherboXX finden. Eine umfunktionierte Telefonzelle, bemalt mit Büchern und beschriebenen Blättern und einer Solarzelle auf dem Dach, bilden eine nachhaltige, kleine Straßenbibliothek.

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Offizielle Eröffnung des IFLA World Library and Information Congress 2017

Als erstmaliger Teilnehmer an einer IFLA-Konferenz gehe ich am Morgen zunächst einmal pflichtgemäß zur Newcomer-Session. IFLA-President  Donna Scheeder, President elect Glòria Pérez-Salmerón und Secretary General Gerald Leitner erklärten die Struktur von IFLA, gaben Hinweise auf wichtige Veranstaltungen und forderten zur Mitarbeit auf. „Twitter and tell the world what is happening at this conference!“

Die offizielle Eröffnungsveranstaltung in der Jahrhunderhallte begann mit lauter Musik und eine gewaltigen Lichtschau. Ein  animierender aufgedrehter Moderator führte durch das Programm. Da können wir uns in unserer deutschen Nüchternheit einiges abschauen.

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Aber es gab auch sehr ernste und beeindruckende Worte. In seiner Grußbotschaft schrieb der polnische Präsident Andrezej Duda: „I firmly believe that today the role of librarians and their efforts should be better understood and appreciated. For, in the information society it is of particular importance to know how to get at a reliable and verified knowledge.“  Polens Kulturminister Piotr Gliński betonte die Bedeutung von Bibliotheken für eine freie und friedvolle Gesellschaft. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Haltung auch im Handeln der polnischen Regierung ausdrückt.

Die Eröffnungsveranstaltung endetet mit einer musikalischen und artistischen Performance über die wechsel- und leidvolle Geschichte der Stadt Wroclaw/Breslau. Angesichts des großen Leids, das die Bewohnerinnen und Bewohner im Lauf der Geschichte erfahren haben, ist es umso bemerkenswerter, dass sich Wroclaw nun als Stadt der Freundschaft, Völker- und Religionsverständigung versteht: WrocLove!

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Und dann gab es noch den IFLA 2017 Flashmob: https://www.youtube.com/watch?v=qEU_HuCXmx4.


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Newcomer Session

 

Die „Newcomer Session“ am frühen Sonntag morgen (um 08:30!) bietet in jedem Jahr den sogenannten „First Timern“, also allen Teilnehmern, die bei ihrer Anmeldung angegeben haben, dass sie zum ersten mal an einer IFLA-Konferenz teilnehmen wertvolle Tipps und Hinweise, wie sie das Beste aus ihrer ersten Tagung machen können.  Weiterlesen


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Sonntag bei der IFLA: Geschichte Geschichte Geschichte

Ich fange meinen heutigen Blog-Post mal beim gestrigen deutschsprachigen Caucus an. Da habe ich dem Beitrag von Sabine Stummeyer kaum etwas hinzuzufügen, außer dass die Österreichischen Kollegen ja auch auf die Idee kommen könnten, außer der Bibliothekars-Verschickung in die Schottischen Highland-Bücherbusse selbst Büchereizahnradbahnen einzurichten, die über die Tiroler Almen kraxeln. Da würde ich dann auch gern mal ein paar Wochen mitmachen.

Sonntag 7.30 h morgens beim Joggen am Oder-Ufer sehe außer ein paar Trinkern kaum Leute, bis mir die ersten Ifla-Rucksäcke in den Weg treten. Offenbar starten die Meetings schon um 8.

draussen

Halle + Outdoor – Lounge

 

10.30 h dann mit 3000 KollegInnen in die Opening Party in der riesigen Hala Stulecia. Wie bitte ? Das soll die Bühne auch für meinen Vortrag am Montag über Leistungsschutzrechte für Presseverleger sein ? Ojemine. Angst ! Soll ich mich vielleicht vorsichtshalber doch lieber erkälten ? Die Ifla hat für ihre „Global Vision“ einen richtig guten werbeagenturgemachten Spot eingekauft. Fast zu professionell. Er rückt Gerald Leitner in das richtige Licht als CEO eines global Players.

Die Opening Party ist ja vor allem deshalb interessant, weil man da erfährt, wie sich das gastgebende Land, die Region und Stadt selbst gern präsentiert. Ein Brief des Präsidenten an uns IFLA-Gäste wird vorgelesen, der Kultuminister erzählt davon, dass er als Student gern Bibliotheken benutzt hat. Bibliotheken seien auch das beste Mittel für verlässliche Information und gegen ideologische Fallen. Wie haben wir diese Worte aus seinem Munde zu interpretieren, nachdem sein Ministerium erst vor ein paar Monaten an der Auflösung des Pluralismus im öffentlich-rechtlichen Rundfunk beteiligt war ?

Dicker Tusch vor jedem neuen Auftritt. Der für die Eröffnung engagierte Event-Sprecher ist ein bisschen anstrengend, das ganze wirkt zu sehr wie eine Sportveranstaltung oder ein Song-Contest. Die Keynote des Direktors des College of Europe, Richard Butterwick-Pawlikowski trägt den Titel „Where were you going, Poland ?“: Ein anschaulicher, guter Vortrag  voller Bitterkeit zur schwierigen polnischen Geschichte. Ich hätte es aber auch interessant gefunden, zu erfahren, wohin Polen jetzt gerade geht. Das könnte ja durchaus auch ein Thema sein auf dem World Library and Information Congress. In keinem der historischen Beiträge wird so richtig auf den Beitritt Polens in die Europäische Union und deren Beitrag zur Stabilisierung eingegangen. Der Bürgermeister von Wroclaw, der der Zentralregierung in Warschau vor allem in deren Neo-konservativen Kulturpolitik kritisch gegenübersteht, fasst sich recht kurz, bekennt sich aber klar zu Demokratie und Freiheit.

Kultureinlage: Die Geschichte Wroclaws als Ballett, professionell getanzt von einem hochklassigen Ensemble aus Wroclaw. Geschichte Geschichte Geschichte ! Daran kommt man hier in der Stadt der vielen, auch traurigen historischen Wendungen nicht vorbei.

Halle

Geschichts-Ballett (ist aber nicht so gut erkennbar) im riesigen Main Court. Sieht brachial aus. Ist es auch.

Nach der doch seht ernsten Vorstellung bin ich aber froh, dass auf den Straßen und den Stadtstränden soviel  lauter Frohsinn herrscht, wahrscheinlich mitverursacht durch das Studenten-Volk, das 20% der Stadtbewohner ausmacht . Um 3 Uhr morgens könnten sie einen aber auch mal schlafen lassen.

 


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Hinter den sieben Bergen bei den 300 Zwergen

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Wohin man in Breslau auch geht, auf Schritt und Tritt wird man von possierlichen kleinen Bronzefiguren begleitet. In den 1980er Jahren wurde die erste Figur „Papa Zwerg“ von der von Studenten und Künstlern getragenen Oppositionsbewegung „Orangene Alternative“ als Zeichen des Widerstands aufgestellt. Erst 2001 kam die zweite Figur im Rahmen eines Projekts der Breslauer Kunsthochschule hinzu. Inzwischen gibt es über 300 der bei Touristen und Einheimischen beliebten Zwerge. Gleich mehrfach kommt darin auch die Liebe der Breslauer zu Büchern zum Ausdruck. Macht euch auf die Suche, wer findet sie alle?