BII Stories

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International


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PLA´s DigitalLearn: Grundkenntnisse im digitalen Bereich aufbauen und vertiefen

 „News you can use“: PLA´s DigitalLearn –  New Course Topics, New Partnerships, and New Ways to Engage your Community

Die Public Library Association (PA), eine Abteilung der ALA, entwickelte die Online-Plattform DIGITALLEARN.org, eine Sammlung von selbstgesteuerten Tutorials für Bibliotheksnutzer, die Grundkenntnisse im digitalen Bereich erwerben bzw. ihre Kenntnisse vertiefen möchten. Seit der Einführung der Plattform Ende September 2015 erfreut sich DIGITALLEARN stetig wachsender Userzahlen. Die Plattform wird auch von Unternehmen genutzt wie z.B. Cox (Telekommunikationsanbieter) und IBM, um die digitale Inklusion zu fördern. Weiterlesen

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8.45 Uhr im New Orleans Morial Convention Center

„No running, please“: mahnt am Morgen die Sicherheitskraft im Eingangsflur des Convention Centers, als einige KonferenzbesucherInnen vom schnellen Schritt in den Trab wechseln, um rechtzeitig zum Veranstaltungsbeginn um 09.00 Uhr in ihrem Vortragsraum zu sein. An die Distanzen muss man sich wahrlich erst gewöhnen. Weiterlesen


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Michelle Obama im Interview

Michelle Obama hat eine große Fangemeinde. Dass viele davon auch unter den BibliothekarInnen der Jahreskonferenz zu finden sind, sah man an der „kilometerlangen“ Warteschlange, die sich am vergangenen Freitag vor dem Hallentor der Veranstaltung gebildet hatte.

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Heute Eröffnung der Jahreskonferenz des Amerikanischen Bibliotheksverbands (ALA Annual 2018)

Wir sind alle schon sehr gespannt. Ich bin Silke Taubert-Vikuk, Projektmanagerin beim dbv Landesverband, zuständig für die Entwicklung und Koordination für E-Learning Projekte in Baden-Württemberg und möchte in den nächsten Tagen über digitale Themen informieren, insbesondere über Aktivitäten im E-Learning Bereich.

Darüber hinaus bietet das Programm mit über 100 inhaltlichen Schwerpunkten von a wie „accessibility“ über m wie „multicultural services“ oder p wie „professional development“ bis hin zu y wie „youth services“ ein so breites und vielfältiges Programm, dass für jeden der fast 20.000 Teilnehmer etwas dabei ist. (Diese Zahl gilt es aus sicherer Quelle noch einmal zu bestätigen)

Ich glaube, wir freuen uns alle heute Mittag auf die Eröffnung durch Michelle Obama, die von Carla Hayden, der Leiterin der Kongressbibliothek in Washington interviewt wird und in diesem Zuge auch ihr neues Buch „Becoming“ vorstellen wird. Die Eröffnung findet heute Nachmittag um 16.00 Uhr statt, Interessierte haben die Gelegenheit, sich ab 09.00 Uhr vor dem Convention Center in die Warteschlange für Besucher einzureihen.  Im Zuge der ALA-BID Partnership  hat uns das Organisationskommitee als Vip-Gäste Plätze in den vorderen Reihen reservieren lassen. Darüber sind sehr dankbar und freuen uns natürlich sehr!

Unser Workshop

“Give us your tired, your poor, your huddled masses: How libraries are serving immigrant and refugee populations” – IRRT Preconference

 

beginnt in 90 Minuten. Wir sind gespannt.

Bis bald,

Silke Taubert-Vikuk

 


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Die frühe Kindheit ist entscheident

Frühkindliche Sprach- und Leseförderung in amerikanischen Bibliotheken

In allen Bibliotheken, die ich auf meiner Reise besuche, wird auf Angebote zur frühkindlichen Sprachförderung sehr großen Wert gelegt.

In Queens beginnt man bereits während der Schwangerschaft mit dem Programm Prenatal Education, einem sechsteiligen Kurs für Schwangere und ihre Angehörigen.

Dem folgt dann ab der Geburt bis zum Krabbelalter Baby Play Date, Mother Goose Time von 3 – 17 Monaten, Toddler Time (wenn die Kinder laufen können), Story Time (ab 2 Jahren), Pre-Kindergarten (Vorbereitung auf den Kindergarten). Der Schwerpunkt der Programme liegt sehr stark auf der Zeit, bevor die Kinder mit 4 Jahren in den Kindergarten kommen. Zielgruppe sind nicht nur die Eltern, sondern auch die Großeltern und die „Nannys“.

Die Programme werden i.d.R. von den Bibliotheksmitarbeiter*innen selbst durchgeführt, die Programmarbeit nimmt hier einen großen Stellenwert ein. An vielen Orten werden diese Programme auch mehrsprachig (vor allem auch in Spanisch und Chinesisch) angeboten. Man geht davon aus, dass es bei der frühkindlichen Sprachförderung darauf ankommt, dass überhaupt mit den Kleinkindern kommuniziert wird, egal in welcher Sprache. Daher sollen auch Eltern, die kein Englisch können, an diesen Programmen teilnehmen. Dementsprechend groß ist das Angebot an Bilderbüchern in anderen Sprachen als Englisch.

Auch in den Bibliotheken selbst wird alles dafür getan, dass sich die Eltern mit ihren Kleinkindern wohlfühlen. Es gibt sehr viel Spielzeug, Krabbelecken, Laufställe, Möglichkeiten zum Stillen und zum Füttern und Wickeln. Lediglich der Parkraum für die vielen Kinderwägen stellt bisweilen ein Problem dar.


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Den Zugang erleichtern

Die Abteilung Customer Experience der York Public Library (NYPL)

New York City (8,5 Mio Einwohner) hat drei große Bibliothekssysteme: Brooklyn Public Library, New York Public Library und Queens Public Library. Zusammen sind die drei Bibliothekssystem an weit über 200 Standorten in der Stadt vertreten. Vergleicht man dies mit großen Bibliothekssystem in Deutschland, wird hier die unglaubliche Dichte des Bibliothekssystems deutlich.

Ich besuche alle drei Bibliotheken, die Zentrale sowie einige Zweigstellen.

Große Bibliothekssysteme mit dehr vielen Beschäftigten verfügen auch über Ressourcen, um wichtige Querschnittsaufgaben zu definieren und mit eigenen Abteilungen zu bearbeiten.

Die New York Public Library(NYPL) hat eine Abteilung für Customer Experience eingerichtet. Der Auftrag dieser Abteilung besteht darin, eine einheitliche Grundlage im Bereich Service, Training und Technik für das gesamte Bibliothekssystem zu schaffen. Die Abteilung arbeitet gemeinsam mit anderen Partnern im Bibliothekssystem.

Die Arbeit folgt diesen Grundsätzen:

Die Angebote der Bibliothek sollen

  • praktisch und einfach sein, alles soll funktionieren (so wurde eine eigene App zur einfachen Nutzung von ebooks entwickelt)
  • einheitlich sein: überall wird nach gleichen Regeln gehandelt
  • stärken: Mit den Angeboten der Bibliothek soll Menschen ermöglicht werden, ihr Leben besser zu bewältigen
  • inspirieren: Die Angebote der Bibliothek sollen die Nutzer inspirieren, neugierig machen

Die Kundenerfahrungen wurde in 26 Cafes mit Kunden und Mitarbeitern ermittelt zu den Themen:
Katalog, Ausleihe, Computer, Raum, Bibliotheksausweis, Apps, Interner Support, Demongraphische Entwicklung, Regeln, Sprache.

Der Zugang (real sowie Barrierefreiheit real und virtuell in Hinblick auf unterschiedliche Beeinträchtigungen), die Sprache und die Regeln wurden intensiv überprüft und, wo notwendig, wurden Änderungen vorgenommen.

Die Abteilung besteht aus 5 Mitarbeiter*innen. Kernstück ist ein Call-Center (Mo-Fr 9 – 18 Uhr) mit einem Informationsservice zu allen Fragen, die Kunden stellen – per Telefon, Mail, SMS, Social Media.

Weiterhin kümmert sich die Abteilung um persönliche Buchempfehlungen, dem wird ein großer Stellenwert beigemessen, sie werden auf der Webseite veröffentlicht. Der Kunde fragt über die Webseite an, was er als nächstes lesen kann, und erhält dazu eine persönliche Empfehlung innerhalb von 3 Arbeitstagen.

Dazu kümmert sich die Abteilung um 1500 Ehrenamtliche, die bei NYPL arbeiten. Sie werden hier geschult und der Einsatz wird koordiniert.

Die Schwellen zur Bibliotheksbenutzung immer wieder zu überprüfen und herabzusetzen, ist ein großes Thema für alle Bibliotheken, die ich besucht habe. So gab es letzten Herbst zum Schulanfang bei der NYPL am 19. Oktober eine Gebührenamnestie für alle Kinder- und Jugendlichen, damit möglichst viele die Bibliothek wieder benutzen können. Mehr dazu


Ein Kommentar

Die Digitale Spaltung überwinden

 

Basisangebote für den Erwerb digitaler Kompetenzen

Welchen Beitrag Bibliotheken zur Überwindung der digitalen Spaltung leisten können, war das Hauptthema meines Praktikums bei der Gates Foundation im Jahr 1999. mehr

19 Jahre später sieht die digitale Welt ganz anders aus, der „Digital Divide“ ist aber immer noch ein Thema, in den USA und bei uns.

Ich hatte Gelegenheit, mit Brian Franklin und Scott G. Allen (Direktor der Abteilung für Öffentliche Bibliotheken der ALA) bei der ALA zu sprechen, die sich um das Thema Digitale Lernangebote für Bibliotheken kümmert. Die amerikanischen Bibliotheken führen sehr viele Computer-, aber auch Sprach- und Integrationskurse durch. Dabei zeigte sich ein starker Bedarf an einfachen Lernmodulen zum Umgang mit Computern für Menschen, die hier gar keine oder nur sehr wenig Kenntnisse mitbringen. Oft sind das Menschen mit einem geringen formalen Bildungsstand, häufig ohne Schulabschluss oder auch solche, die beruflich nie mit Computern gearbeitet haben. Heute werden aber digitale Basiskenntnisse in nahezu allen Berufsfeldern gebraucht.

Da es auf dem E-Learning-Markt keine geeigneten Angebote für diese Zielgruppe gab, beschloss die ALA, selbst solche zu entwickeln. Dafür gab es Projektmittel. Das Ergebnis ist hier zu sehen.

Es sind kurze Lerneinheiten (Filme) von maximal zu Themen wie

  • Was ist ein Computer
  • Wie benutze ich eine Maus und eine Tastatur
  • Einfache Suche im Internet
  • Internet-Seiten zur Jobsuche
  • Ein Flugzeugticket buchen

Dazu gibt es jeweils ein Arbeitspapier.

Die Programme gibt es jeweils in Englisch und Spanisch.

Da sehr viele Bibliotheken Kurse mit eigenen Mitarbeitern durchführen, gibt es zu jedem Thema auch detailliertes Material für die Lehrkraft.

Die Programme wurden in enger Partnerschaft mit Bibliotheken erarbeitet. In einem weiteren Schritt werden sie für die Bibliotheken personalisiert. Bei der Chicago Public Library kann man das Ergebnis schon sehen.

Mehr über das Programm